1,3 Millionen Euro für Asylbewerberunterkunft in Schackendorf

9. Oktober 2014 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Schleswig-Holstein | Drucken

Der Kreis Segeberg erhält für die Sanierung seiner Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in Schackendorf einen Zuschuss vom Innenministerium in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben betragen rund 1,856 Millionen Euro. Nach Angaben des Kreises sollen insbesondere der Brandschutz verbessert, Hygienestandards erhöht sowie wärmedämmende Technik eingebaut werden. Der Kreis nutzt die seit Juli 1985 bestehende Unterkunft als so genannte Erstaufnahmeeinrichtung. Dort finden Asylbewerber nach ihrer Verteilung aus der Landesunterkunft in Neumünster in die Kreise für höchstens sechs Monate eine Bleibe, bevor sie in den Kommunen untergebracht werden. Die vom Land anerkannte Gemeinschaftsunterkunft in Schackendorf wird nach den Umbauarbeiten Platz für 85 statt bislang 80 Menschen bieten. Die Unterkunft soll spätestens im Laufe des kommenden Jahres bezugsfertig sein und muss vom Kreis mindestens 15 Jahre als Erstaufnahmeeinrichtung genutzt werden. Die Kreise und kreisfreien Städten betreiben landesweit neun anerkannte Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende mit aktuell insgesamt 524 Plätzen.

Wie Innenminister Stefan Studt am Donnerstag (9. Oktober) in Kiel sagte, muss sich Schleswig-Holstein auf den Zuzug weiterer Asylbewerber einstellen. „“Ich rechne mit jeweils rund 6.700 Flüchtlingen in diesem und im nächsten Jahr““, sagte der Minister. Land und Kommunen mobilisierten alle Kräfte, um die Menschen angemessen unterzubringen. Er warnte davor, über die Flüchtlingspolitik einen parteipolitischen Streit zu führen. Auch Zuständigkeitsdebatten, wer wen unterbringen müsse, und wer welche Kosten zu trage habe, seien in der augenblicklichen Lage fehl am Platze. „“Die Menschen, die aus größter Not und Todesangst zu uns kommen, brauchen schnelle, praktische und unbürokratische Hilfe““, sagte Studt. Er sei sicher, dass es dafür in der Bevölkerung breite Zustimmung gebe.

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