Ver­lei­hung des XY-Prei­ses

8. Oktober 2014 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Heute wurde unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière im ZDF-Hauptstadtstudio zum 13. Mal der XY-Preis verliehen. Gemeinsam mit den ZDF-Fernsehkommissaren Walter Sittler, Michael Roll und Melanie Marschke sowie dem Moderator der Sendung „AKTENZEICHEN XY… ungelöst“, Rudi Cerne, zeichnete de Maizière fünf Bürgerinnen und Bürger für ihr engagiertes und mutiges Eingreifen bei Straftaten aus.

„“Der XY-Preis hat es sich zur Aufgabe gemacht, Alltagshelden zu zeigen, die Vorbilder für uns alle sind. Denn sie haben bewiesen, dass jeder Einzelne im Ernstfall durch besonnenes und couragiertes Handeln helfen kann, Straftaten zu verhindern oder zumindest deren Folgen zu mildern. Dieser Einsatz verdient Dank und Anerkennung.““, erklärte der Minister.

Die Polizei – so der Minister weiter – sei auf die Mitwirkung der Bürger angewiesen. „“Sicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann und muss.““

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr Michele D’Amico und sein Sohn Fabio. Beiden war es gelungen, einen Mann, der in einem PKW mit einem Messer auf eine Frau einstach, wegzuzerren und damit das Leben der Frau zu retten.

Die zweite Preisträgerin ist die Studentin Mara Hoffmann, die ein Mädchen, das von zwei älteren Schülerinnen und einem Schüler aggressiv bedrängt und bedroht wurde, in Sicherheit brachte.

Außerdem wurden die beiden 17-Jährigen Nicholas Martin und Marcus Knoblauch geehrt, die einem Passanten zu Hilfe eilten, der von einem Mann geschlagen und gewürgt wurde. Sie vertrieben den Täter, kümmerten sich um das Opfer und riefen die Polizei, die dank der Personenbeschreibung, den Täter schnell fassen konnte.

Mit dem XY-Preis werden jedes Jahr Menschen ausgezeichnet, die in besonderer Weise Zivilcourage gezeigt und dadurch Straftaten verhindert oder Opfern in Not geholfen haben.

Der von der ZDF-Sendung „AKTENZEICHEN XY … ungelöst“ initiierte Preis wird seit 2002 verliehen und ist mit 10.000 € dotiert.

Aus den zahlreichen Vorschlägen, die jedes Jahr von Bürgern, zivilgesellschaftlichen Organisationen oder Polizeidienststellen eingereicht werden, wählt eine fachkundige Jury, in der u.a. das Bundeskriminalamt und der Opferschutzverbund Weißer Ring vertreten sind, drei Preisträger aus.