BDK-Landesvorstand beim PP Tuttlingen

6. Oktober 2014 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Zu einem ersten Meinungsaustausch nach der Polizeireform trafen sich Vertreter des baden-württembergischen BDK-Landesvorstandes mit Polizeipräsident Ulrich Schwarz beim PP Tuttlingen.

Neun Monate nach Umsetzung der Polizeireform in Baden-Württemberg trafen sich Ende September der Vorsitzende des BDK beim Polizeipräsidium Tuttlingen, Thomas Wenzler, und der BDK-Landesvorsitzende Manfred Klumpp zu einem ersten Meinungsaustausch mit Polizeipräsident Ulrich Schwarz in Tuttlingen.

Das Präsidium Tuttlingen war mit der Polizeireform am 01.01.2014 aus fünf Kreisdienststellen in drei unterschiedlichen Regierungsbezirken gebildet worden. Unter den Regionalpräsidien hat es einmalig die Besonderheit, dass die Kriminalpolizeidirektion in Rottweil keine eigene Zuständigkeit für den Landkreis Rottweil hat, sondern diese Fläche von den vier umliegenden Kriminalkommissariate mitbetreut wird, während durch die Kriminalpolizeidirektion dann die spezialisierten Aufgaben des gesamten Präsidiumsbereiches wahrgenommen werden.

So waren es dann Themenstellungen der kriminalpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung, insbesondere des Kriminaldauerdienstes und des Personalansatzes, aber auch der vielfach von Kolleginnen und Kollegen wahrgenommenen schlechteren Beförderungsperspektiven der Kriminalisten, welche das Gespräch dominierten.

Die BDK-Vertreter machten dabei deutlich, dass die Kriminalpolizei von keinerlei Strukturverbesserungen der vergangenen Jahre profitiert habe und das Gefühl einer Schlechterstellung gegenüber den Kollegen der Schutzpolizei deshalb weit verbreitet sei. Herr Schwarz hatte diese Kritik sehr spontan aufgegriffen und nach dem Gespräch eine Erhebung veranlasst, die zum Ergebnis kam, dass es statistisch nur sehr geringe Unterschiede in den Beförderungswartezeiten zwischen Schutz- und Kriminalpolizei nach A11 im Präsidiumsbereich gibt.

Manfred Klumpp und Thomas Wenzler bedankten sich nach dem rund zweistündigen, sehr konstruktiven und offenen Gespräch für diesen Meinungsaustausch und brachten ihren Wunsch zum Ausdruck, dies fortzusetzen.