Forschen für die Forensik

1. Oktober 2014 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Die einhundertundzwei Erstsemester des neuen Studiengangs „Allgemeine und Digitale Forensik“ waren bei ihrem Studienstart am vergangenen Montag Zeuge eines ganz besonderen Kooperationsschlusses: Die Hochschule und der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) unterzeichneten eine Vereinbarung, die die Zusammenarbeit in der akademischen Ausbildung regelt und unterstützt.
Forschen für die Forensik – Hochschule Mittweida und der Bund Deutscher Kriminalbeamter arbeiten in der Ausbildung von Forensikern zusammen

v.l.n.r.: Prof.Dr.phil. Ludwig Hilmer, Prof. Dr. rer.nat. Dirk Labudde, Ronald Schulze, Prof.Dr.rer.nat. Andreas Fischer

Ludwig Hilmer, der Rektor der Hochschule Mittweida und Ronald Schulze, Geschäftsführer des IT-Expertenkreises im BDK, tauschten den unterzeichneten Kooperationsvertrag in der allerersten Vorlesung der zukünftigen Forensik-Experten aus Mittweida.

Kernstück der Kooperation ist die Gründung einer studentischen Forschungsgruppe Forensik („Students Research Group“) an der Hochschule, die der BDK inhaltlich, aber auch finanziell unterstützt. Die Forschungsgruppe wird in regelmäßigen gemeinsamen Workshops mit Experten aus Ermittlungsbehörden sowie dem BDK ihre Ergebnisse präsentieren und die forensische Theorie mit der Praxis konfrontieren und diskutieren.

„Wir erhoffen uns davon eine praxisnahe Ausbildung und eine frühzeitige Einbindung in die Forschung für unsere Studenten“, so Studiendekan Professor Dirk Labudde.

Die Mittweidaer Wissenschaftler unterstützen den BDK bei seinen Aus- und Weiterbildungsangeboten /-programmen organisatorisch und inhaltlich mit Laboren und Lehrkräften.

Schulze zu den Studenten

„Nutzen Sie die jetzt hier gebotenen Möglichkeiten und Chancen, um nach dem Studium beruflich bei der Polizei zu starten, solche dann gut ausgebildeten Menschen wie sie werden dringend benötigt,“ gab Ronald Schulze vom BDK den Neulingen mit auf dem Weg.

Der neue Studiengang „Allgemeine und Digitale Forensik“ an der Fakultät Mathematik / Naturwissenschaften / Informatik ist ein großer Erfolg für die Hochschule. In deutschlandweit einmaliger Fachkombination werden hier Spezialisten für den Umgang mit digitalen Daten aus Verbrechen ausgebildet.
Für den Studienstart in diesem Semester gingen 250 Bewerbungen ein – davon kamen rund 70 % von Frauen.

Rektor Hilmer freut sich für seine Studierenden: „Der Studiengang Allgemeine und Digitale Forensik kann mit einer vorbildlichen Einbindung in die Branche starten. Die Vereinbarung mit dem BDK krönt die intensive Abstimmung mit Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz und sichert gute Berufschancen für die späteren Absolventen.“

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