Polizeidienststellen fungieren zukünftig als Ausgabestellen der gelben BOB-Schlüsselanhänger

29. September 2014 | Themenbereich: Polizei, Saarland | Drucken

Innenministerin Monika Bachmann und Staatssekretärin Gaby Schäfer haben am 26. September 2014 die Aktion „Polizeidienststellen als Ausgabestellen der gelben BOB-Schlüsselanhänger“ bei der Polizeiinspektion Saarlouis gestartet. Zukünftig werden alle Polizeidienststellen im Saarland die Schlüsselanhänger sowie Flyer erhalten und ausgeben.

„Die BOB-Aktion leistet seit Jahren einen unverzichtbaren Beitrag zur Unfallverhütung und ist im Saarland als Präventionsmaßnahme nicht mehr weg zu denken. Daher bin ich froh, dass nun die Polizei auch offensiv auf die Menschen zugeht, um ihnen diese Aktion näher zu bringen. Dies freut mich nicht nur als Innenministerin, sondern ebenfalls als Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Saarlouis, welche dieses Projekt ins Saarland hinein getragen hat. Im Landkreis Saarlouis gibt es mittlerweile eine große Anzahl an BOB-Lokalen. Die örtliche BOB-Initiative ist hochmotiviert und stets bei aktuellen Veranstaltungen präsent“, sagte Monika Bachmann, Ministerin für Inneres und Sport.

Staatssekretärin Gaby Schäfer: „SAARBOB ist ein wirkungsvolles Verkehrsunfallprojekt, um auf die Gefahren von Alkohol am Steuer aufmerksam zu machen. Wer BOB ist, fährt und trinkt nicht! Er ist Vorbild und übernimmt Verantwortung für sich und seine Freunde. Obwohl die jungen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren nur etwa acht Prozent der Bevölkerung ausmachen, verursachen sie ein Drittel der schweren Verkehrsunfälle im Saarland. Viele Jugendliche unterschätzen die Gefahren von hohem Alkoholkonsum.“

Innenministerin Monika Bachmann, Landespolizeipräsident Norbert Rupp und der Direktor des Landesinstitutes für präventives Handeln, Prof. Dr. Günter Dörr, haben vereinbart, dass die 23 Polizeidienststellen (20 Polizeiinspektionen und drei Dienststellen zentrale verkehrspolizeiliche Dienste) zukünftig als Ausgabestellen für die gelben BOB-Schlüsselanhänger fungieren. Die Polizeidienststellen bekommen ein Kontingent an Schlüsselanhängern und Flyern und können diese sowohl auf der Dienststelle vorhalten als auch bei eigenen Veranstaltungen ausgeben. Ebenfalls sollen die BOB-Anhänger mit auf Streife genommen und anlassbezogen bei Kontrollen aushändigt werden.

Im Jahr 2009 initiierte Innenministerin Monika Bachmann als damalige Landrätin und Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Saarlouis dieses Pilotprojekt im Landkreis Saarlouis. Noch im gleichen Jahr bekam das Landesinstitut für Präventives Handeln vom damaligen Innenminister Klaus Meiser den Auftrag, SAARBOB landesweit zu koordinieren.

Die gelben Schlüsselanhänger bewirken nicht nur, dass der Besitzer ein Freigetränk bekommt, sondern weisen ihn als Botschafter der Aktion aus. Er kann die Aktion erklären und identifiziert sich mit dem Ziel, durch sein Mitwirken unsere Straße sicherer zu machen.

Auf Betreiben des Saarlandes wurde 2010 „BOB Deutschland“ initiiert. Bei regelmäßigen Arbeitstreffen stimmen die beteiligten Bundesländer ihre Maßnahmen ab. Gemeinsam wurde die Aktion „BOB“ nach 2011 in München und 2012 in Bielefeld zuletzt beim 18. Deutschen Präventionstag in Karlsruhe präsentiert.

Aktuell gibt es im Saarland mehr als 300 BOB-Lokale, 45 zertifizierte BOB-Fahrschulen (20 auf einer Warteliste), mehr als 20 Jugendzentren und Vereinsheime des Sports. BOB-Initiativen und Lenkungsgruppen gibt es unter anderem in Saarlouis, Völklingen, Homburg, dem Köllertal, Neunkirchen und St. Wendel. St. Ingbert ist die jüngste BOB-Stadt.

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