Nach Tötung zweier gefährlicher Hunde: Polizei in Hessen erlebt Sturm an Beleidigungen und Diffamierungen

26. September 2014 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Hessen, Interessenvertretungen | Drucken

„Wir haben keinerlei Verständnis für die Beleidigungen und Diffamierungen der Beamtinnen und Beamten, die in Rüsselsheim zwei gefährliche Kampfhunde töten mussten, um Menschen zu schützen“, so der Vorsitzende des Landesbezirks Hessen der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Andreas Grün.
Die aggressiven Tiere liefen frei herum und hatten bereits zwei Männer angegriffen und verletzt. Es sei nicht möglich gewesen, sie einzufangen. Auch ein Verwandter des Hundehalters wurde bei dem Versuch, zusammen mit der Polizei die Tiere zu beruhigen, gebissen. Die Beamten waren am Morgen alarmiert worden, nachdem Zeugen die beiden herrenlosen Hunde entdeckt hatten. „Der Einsatz verlief absolut rechtmäßig und war notwendig, da bereits zwei Passanten Bisswunden erlitten hatten. Kein Polizist und keine Polizistin erschießt gerne ein Tier – im Gegenteil. Nicht selten werden bei Einsätzen von der Polizei Tiere aus einer Notlage befreit, geschützt oder mit Verletzungen schnellstens geborgen. In Rüsselsheim war die Gefahrenlage für unbeteiligte Passanten eindeutig, zumal der Halter der Tiere zunächst nicht ermittelt werden konnte. Die Tötung war das einzig noch mögliche Mittel“, betont Antonio Pedron, Vorsitzender der GdP-Bezirksgruppe Südhessen.
Nach dem Einsatz war von so genannten Tierfreunden ein regelrechter „Shitstorm“ vor allem in sozialen Netzwerken entfacht worden. Auch zu einer Demonstration vor der Polizeidienststelle in Rüsselsheim war aufgerufen worden. GdP-Landesvorsitzender Andreas Grün: „Mit Bestürzung müssen wir feststellen, dass vor allem mit Hilfe von sozialen Netzwerken vermehrt Einsätze der Polizei bewusst verfälscht und verzerrt dargestellt werden. Als vor wenigen Wochen ein Polizist willkürlich erschossen wurde, gab es lediglich knappe sachliche Kommentare und dann Schweigen. Wenn jetzt
Polizeikräfte zwei gefährliche Hunde töten müssen, werden sie als Schlächter gebrandmarkt.“

1 Kommentar
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  1. Offensichtlich scheinen im Internet schreibende „möchte gern Tierschützer“ von zunehmendem Realitätsverlust betroffen zu sein. Die scheinbare Anonymität sorgt wohl dafür, dass deratig unüberlegt ausufernde geistige Ergüsse eine vernünftige Abwägung unmöglich macht.
    Wer solche Hasstiraden und unangemessene Tiraden schreibt, sollte dafür auch in die Pflicht genommen werden. Üble Nachrede und Verleumdung können ja nicht nur in der analogen Welt verfolgt werden. Es ist nicht einzusehen, dass in „social media“ verbreitete Unwahrheiten anders behandelt werden sollten, als im normalen Leben.
    Besten Dank an die handelden Polizisten!

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