Bremer Alleingang belastet Gespräche zwischen Verbänden, Politik und Polizei

26. September 2014 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Mit Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf das am Donnerstag von der Bremer Bürgerschaft in erster Lesung verabschiedete Gesetz zur Kostenbeteiligung der Vereine an polizeilichen Fußballeinsätzen. „Dieser Alleingang Bremens kommt zur Unzeit und belastet die in den vergangenen Monaten Zeit gut vorankommenden Gespräche zwischen Verbänden, Politik und Polizei“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow heute in Berlin.
Von dieser politischen Vorgehensweise werde das von nur wenigen Straftätern ausgehende Gewaltproblem im Fußballgeschehen nicht ansatzweise gelöst. Der GdP-Vorsitzende appellierte an Bremens Innensenator Ulrich Mäurer den eingeschlagenen Weg auch im Interesse der Millionen friedlichen Fußballfans zu überdenken.

Malchow: „Die Rädelsführer und Intensivtäter der Fußballgewalt sind der Polizei überwiegend bekannt.“ Daher fordert die GdP eine in den Polizeigesetzen der Länder harmonisierte Standardmaßnahme sogenannter Meldeauflagen gegenüber Fußballchaoten. „So kann es gelingen, diejenigen Personen, die über einen längeren Zeitraum immer wieder mit Straftaten rund um das Fußballgeschehen aufgefallen sind und von denen daher, je nach Lageeinschätzung, eine konkrete Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht, vom Fußball fern zu halten“, sagte der GdP-Vorsitzende.

Der Bundesvorstand der Gewerkschaft der Polizei hatte Mitte September sein vor Jahren verabschiedetes 10-Punkte-Programm zum friedlichen Fußball um zwei neue Aspekte erweitert.

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