Feuerwehren in NRW wollen junge Menschen begeistern

4. September 2014 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Nordrhein Westfalen | Drucken

Innenminister Ralf Jäger will bei jungen Menschen Begeisterung für die Freiwillige Feuerwehr wecken. Mit dem Projekt zur „Förderung des Ehrenamtes in den Feuerwehren“ sollen neue Zielgruppen angesprochen werden. „Eine Feuerwehr
muss nicht nur von innen heraus gut aufgestellt sein. Sie soll sich auch nach außen frisch und modern präsentieren“, erklärte der Innenmister heute bei der Jahrestagung des Projekts in Herne.
Ein Schwerpunkt ist dabei die Verzahnung von Schule und Feuerwehr. Als Beispiel führte der Innenminister die „Löschzwerge“ aus Kierspe an. Dabei handelt es sich um Kinder bis zwölf Jahren, die bereits frühzeitig mit dem Feuerwehrberuf vertraut gemacht werden, um sie langfristig an die Freiwillige Feuerwehr zu binden. Das Feuerwehrprojekt setzt sich damit auseinander wie sich auch die Feuerwehren interkulturell öffnen können. Es sollen außerdem alle
Generationen aktiv einbezogen werden und auch Menschen mit Behinderungen für die Feuerwehr gewonnen werden. Außerdem wird die Organisation der Freiwilligen Feuerwehr unter die Lupe genommen. Es ist das Ziel, das Ehrenamt durch bessere Organisation attraktiver zu machen.
Erreicht wird dies durch Projekte in den Bereichen Ausbildung, Planung sowie Technik und Taktik. „Wir wollen das Ehrenamt in unseren Feuerwehren langfristig fördern und neue Mitglieder gewinnen. Damit gestalten wir die Zukunft unserer Feuerwehr, damit sie dauerhaft leistungsfähig bleibt“, sagte Jäger. Der  Innenminister hatte vergangenes Jahr gemeinsam mit dem Verband der Feuerwehren in NRW e.V. die Projektgruppe zur „Förderung des Ehrenamtes in den Feuerwehren“ eingesetzt.
Darin arbeiten Experten der Freiwilligen Feuerwehren, Berufs- und Jugendfeuerwehren mit Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, verschiedener Arbeitsgemeinschaften und Feuerwehrverbände und Wissenschaftler der Universitäten Witten/Herdecke bzw. Eichstätt/Ingolstadt, Siegen und Wuppertal zusammen.

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