LÜKEX 13 – Krisenkommunikation im Fokus

3. September 2014 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

An Social Media kommt man heutzutage kaum noch vorbei. Das ist nur eine von zahlreichen Erkenntnissen für das Krisenmanagement in Deutschland, die Sie nun im Auswertungsbericht der LÜKEX 13 nachlesen können. Dort wird den behördlichen Akteuren unter anderem empfohlen, konzeptionelle Überlegungen zur Nutzung von Social Media für die eigene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit anzustellen.

An Social Media kommt man heutzutage kaum noch vorbei. Das gilt auch für Behörden, für die dieses schnelllebige Medium eine besondere Herausforderung darstellt. Kommunikation verlagert sich zunehmend ins Netz, Informationen werden immer öfter online anstatt offline gesucht. Das Kommunikationsverhalten der Bürgerinnen und Bürger unterliegt einem Wandel, mit dem sich auch die Behörden auseinandersetzen müssen. Die Möglichkeiten der Sozialen Medien, dass Bürgerinnen und Bürger immer und überall aktiv kommunizierend „dabei sein“ können, erhöht deren Anforderungen an die Kommunikation der öffentlichen Seite. Das stellt auch die Krisenkommunikation öffentlicher Stellen vor eine neue Herausforderungen: Die zunehmende Bedeutung der Online-Kommunikation, auch im Rahmen der Krisenkommunikation, macht es für Behörden unabdingbar, sich mit den Besonderheiten der Kommunikation im Internet auseinanderzusetzen. Das ist nur eine von zahlreichen Erkenntnissen für das Krisenmanagement in Deutschland, die Sie nun im Auswertungsbericht der LÜKEX 13 nachlesen können. Dort wird den behördlichen Akteuren unter anderem empfohlen, konzeptionelle Überlegungen zur Nutzung von Social Media für die eigene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit anzustellen.

Die 6. länder- und ressortübergreifende Krisenmanagementübung LÜKEX 2013 beschäftigte sich mit außergewöhnlichen biologischen Gefahren. Dass dieses Thema durchaus aktuell und realistisch ist, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass Lebensmittelskandale und die Sicherheit unserer Nahrungsmittel immer wieder die Schlagzeilen der nationalen und internationalen Presselandschaft bestimmen. Jüngst sorgten mit Listerien verunreinigte Wurstprodukte aus Dänemark international für Schlagzeilen. Zwölf Tote hatte es in Dänemark bereits gegeben, als bekannt wurde, dass Chargen dieser Wurst auch nach Deutschland geliefert wurden. Medien und Bürger/innen verfolgen bei einem solchen Ereignis das Krisenmanagement und die Krisenkommunikation der Behörden und Unternehmen sehr genau.

Etwa 2.000 Personen waren am 27. und 28. November 2013 an der Durchführung der LÜKEX 13 beteiligt. Nach den zwei intensiven Tagen der Übungsdurchführung war der LÜKEX-Zyklus jedoch noch nicht beendet. In einem aufwändigen Prozess wurde die LÜKEX 13 von allen Beteiligten gemeinsam ausgewertet. In die Auswertung flossen unter anderem die Ergebnisse einer Onlinebefragung aller beteiligten Akteure sowie die Feststellungen von Übungsbeobachtern ein. Zudem konnten die Übungsteilnehmenden auch die für den jeweils eigenen Fachbereich gewonnenen Erkenntnisse beisteuern. Aus all diesen Beiträgen hat die federführende, behördenübergreifende Projektgruppe LÜKEX Bund, unter Leitung des BBK, den offiziellen Auswertungsbericht erstellt. In ihm sind die gewonnenen Erkenntnisse und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen zusammengefasst. Er ist Ausgangspunkt, um die Strukturen und Verfahren des strategischen Krisenmanagements weiter zu optimieren. Der Bericht steht nun zur Verfügung und kann auf der Homepage des BBK heruntergeladen werden.

Nach der LÜKEX ist vor der LÜKEX: Mit einer neuen Projektgruppe bereitet sich das BBK aktuell auf die siebte LÜKEX der Übungsserie vor. Bei der LÜKEX 15 wird sich alles um das Thema „Sturmflut an der deutschen Nordseeküste“ drehen.