Polizeiliches Pilot-Projekt gegen Temposünder wird Leben retten

2. September 2014 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt das Vorhaben der niedersächsischen Landesregierung, als erstes Bundesland in einem Pilot-Versuch Geschwindigkeitsüberprüfungen im Straßenverkehr künftig mit der sogenannten Section Control durchzuführen. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Arnold Plickert sagte in Düsseldorf: „Rasen ist die Unfallursache Nummer 1. Abschnittskontrollen haben sich in den Niederlanden, Österreich, Belgien und Großbritannien bestens bewährt und werden von der Bevölkerung akzeptiert. Es ist ein notwendiger Schritt, um die Zahl Schwerstverletzter und Verkehrstoter weiter zu senken.“

Deshalb habe sich die GdP auf dem Verkehrsgerichtstag 2014 auch mit dieser Forderung durchgesetzt.
Eine solche Überwachungsmethode zur Verbesserung der Verkehrsmoral sei wesentlich sinnvoller als der für Mitte September erneut angekündigte bundesweite Blitzermarathon. Plickert: „Section Control greift auch dort, wo Blitzer kaum eingesetzt werden können, beispielsweise auf Baustellen oder in Tunneln.“

GdP-Vize Plickert unterstützt das Vorhaben Niedersachsens, schon in der Testphase ein transparentes Verfahren sicher zu stellen. So muss auf die Messstrecke deutlich hingewiesen und von Anfang an jedem Verkehrsteilnehmer versichert werden, dass seine Daten einem strengen Schutz unterworfen seien und nicht mit anderen erfassten Kennziffern verknüpft würden. Liege kein Tempoverstoß vor, müssten die Daten unverzüglich gelöscht werden. Plickert: „Hier geht es nicht darum, ziellos Daten zu sammeln, sondern Unfallschwerpunkte zu entschärfen.“

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