Laufbahnwechsel zur Kripo wieder möglich

1. September 2014 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Schleswig-Holstein | Drucken

Seit Jahren arbeiten mehr als 120 Kolleginnen und Kollegen der Schutzpolizei mit erheblicher zeitlicher Dauer bei nahezu allen Kripo-Dienststellen des Landes. Für viele von ihnen ist die Möglichkeit eines Laufbahnzweigwechsels und damit einer dauerhaften Verwendung bei der Kriminalpolizei ein wichtiges Anliegen.

Endlich ist es soweit-Laufbahnwechsel S-K wieder möglich!

Die damit verbundenen Fragen und Probleme sind hinlänglich bekannt, wurden aber von den Verantwortlichen in den vergangenen Jahren konsequent ausgesessen.

Nur dem BDK blieb es wichtig, das Thema am Kochen zu halten.

BDK-Vorschlag

Eine vom Landesvorstand eingerichtete Arbeitsgruppe unter Leitung von Karsten Hübner, BKI Itzehoe, hat in den zurückliegenden Monaten konzeptionelle Vorschläge für die Modalitäten eines Laufbahnwechsels erarbeitet.

Vielen Dank dafür auch an dieser Stelle noch einmal an alle Beteiligten!

Noch vor den Sommerferien hatten der Landesvorsitzende Stephan Nietz und sein Stellvertreter Dirk Czarnetzki die Gelegenheit, die AG-Ergebnisse dem Leiter der Polizeiabteilung, MDgt. Jörg Muhlack und Vertretern der Personalverwaltung vorzustellen.

Das konstruktive Gespräch führte, kurz gesagt, zu einer eindeutigen Aussage:

Die Möglichkeit zum Laufbahnwechsel wird wieder eröffnet!

Für MDgt Muhlack ist es „höchste Zeit das gärende Thema im Sinne der Betroffenen“ zu lösen und in etwa zum Jahreswechsel mit einem ersten Kontingent zu starten.

Zu diesem Zeitpunkt wird voraussichtlich klar sein, in welche Bereiche der Kriminalitätsbekämpfung zusätzliche Stellen investiert werden und wie sich die Stellenverteilung bei der Kriminalpolizei zukünftig landesweit darstellen wird, so dass der Laufbahnwechsel dann auch bedarfsgerecht und für die Betroffenen „heimatnah“ umgesetzt werden kann.

Wer kann wechseln?

Es wird keine Bestenauslese wie in Stellenbesetzungsverfahren geben, sondern auf die persönliche Eignung und Befähigung abgestellt.

Viele der in Frage kommenden Kolleginnen und Kollegen sind bereits langjährig bei Kripo-Dienststellen im Einsatz, verfügen über umfangreiche praktische Erfahrungen und dürften damit das Anforderungsprofil bereits weitgehend erfüllen. Falls notwendig soll dieses durch individuell angepasste Fortbildung und Hospitationen vervollständigt werden.

Aufwändige Laufbahnwechsellehrgänge wie in der Vergangenheit wird es nicht geben.

Nach Umsetzung der zweigeteilten Laufbahn bei der Kriminalpolizei kann der Laufbahnwechsel für Kolleginnen und Kollegen des mittleren Dienstes nicht mehr geöffnet werden.

Die abschließenden Modalitäten werden in den nächsten Monaten von der Personalverwaltung zu klären sein.

Allem Anschein nach ist also wieder Bewegung in dem Thema und für alle Betroffenen und Interessierten ergibt sich endlich eine konkrete Perspektive.

„Aus unserer Sicht ist und bleibt der Laufbahnwechsel von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen eine hervorragende Ergänzung zum Direkteinstieg von jungen Nachwuchskräften über das fachspezifische Studium an der FHVD, um die Kriminalpolizei personell gut und zukunftssicher auszustatten!“, kommentiert der Landesvorsitzende Stephan Nietz die erfreuliche Entwicklung.