BKA benötigt auch nach Ziercke einen Vollblutkriminalisten auf dem Chefsessel

1. September 2014 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

„Sachlichkeit siegt!“, kommentiert Andy Neumann, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter im Bundeskriminalamt, die aktuelle mediale Berichterstattung zum möglichen Nachfolger von BKA-Präsident Jörg Ziercke.

„Einen geeigneteren Kandidaten könnte Bundesinnenminister Dr. de Maizière nicht finden. Wir haben bereits im Vorfeld immer wieder betont, dass das Bundeskriminalamt nach der Pensionierung von Jörg Ziercke das BKA erneut von einem Vollblutkriminalisten geleitet werden muss, um für die enormen Herausforderungen der Zukunft richtig aufgestellt zu sein“, so der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz heute in Berlin.

„Der BDK in Nordrhein-Westfalen freut sich darüber, dass die Wahl auf Dieter Schürmann zu fallen scheint. Wir wären in NRW stolz und traurig zugleich, den höchsten Kriminalbeamten des Landes an das Bundeskriminalamt zu verlieren,“ so der NRW-Landesvorsitzende des BDK Sebastian Fiedler in einer ersten Stellungnahme zu dem Bericht der Bild am Sonntag vom heutigen Tage.

„Mehr als jede andere Qualifikation zählt die breite kriminalistische Expertise, die Herr Schürmann mitbringen würde“, so Neumann. Nach den aus seiner Sicht eher dem Versorgungsprinzip folgenden Besetzungen dreier anderer Bundessicherheitsbehörden in den vergangenen Jahren würde das Bundesinnenministerium diesmal ein klares Votum für die fachliche Expertise abgeben. „Ein wichtiges Signal, das bundesweit Schule machen sollte: Kripo führt Kripo!“, so Neumann.

„Der BDK hatte sich in aller Deutlichkeit im Vorfeld positioniert und auf einem kriminalistischen Hintergrund als Voraussetzung bestanden“, so Schulz. „Da kommen auf dieser Ebene für die Nachfolge Zierckes nicht viele in Frage. Schürmann ist 1. Wahl.“

„Dieter Schürmann hat sich um die Kriminalpolizei in NRW verdient gemacht. In ihm hat sie einen fachkundigen und engagierten Fürsprecher und Repräsentanten gefunden. Schürmann ist über Parteigrenzen hinweg und bei allen Gewerkschaften anerkannt und bei den Mitarbeitern beliebt,“ würdigt Fiedler das bisherige Engagement Schürmanns.

Dass Schürmann somit „leichtes Spiel“ haben werde, sei jedoch ganz sicher nicht zu erwarten, meint Neumann: „Zum einen hinterlässt Präsident Ziercke gewaltigeFußstapfen, in die sicher jeder erst einmal hineinwachsen muss. Und zum anderen haben die letzten zehn Jahre eines klar gezeigt: Selbst auf den besten Präsidenten warten hier Herausforderungen, mit denen manchmal wirklich niemand rechnen konnte“, so Andy Neumann abschließend.

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