Anzahl der Erstkonsumenten von Crystal verdoppelt

1. September 2014 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Thüringen | Drucken

„Crystal ist die „Nummer 1“ bei den Erstkonsumenten harter Drogen in Thüringen. Dieser Entwicklung müssen wir entgegenwirken“, erklärte Innenminister Jörg Geibert am Freitag (29. August 2014) in Weimar. Gemeinsam mit der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler präsentierte er das präventive Onlineangebot der Thüringer Polizei zur Bekämpfung der Droge „Crystal“.

„Crystal wird in sehr unterschiedlichen Gruppen konsumiert. Darauf muss mit differenzierten Angeboten von Aufklärung, Beratung und Hilfe reagiert wer-den.“ betonte Mortler. „Die neue Homepage der Thüringer Polizei ist hier ein wichtiger und beispielhafter Baustein bei der Prävention gegen Crystal-Konsum“, führte die Bundesdrogenbeauftragte fort.

Mit Hilfe der im Internet angebotenen Informationen sowie einer Erhöhung der Kontrollintensität der Polizei soll der Verbreitung und dem Konsum von Crystal entgegengewirkt werden. Der präventive Charakter – die Vermeidung des Kontakts mit der Droge, nicht die polizeiliche Strafverfolgung steht dabei im Vordergrund.

Eigens für Schüler und Studenten, Lehrkräfte und Erziehungs- bzw. Sorgeberechtigte entwickelte und zum Download verfügbare Texte informieren über die illegale synthetische Droge Crystal, die Folgen des Konsums sowie über Hilfs- und Beratungsangebote.

Im Internet sind bisher wenige zielgruppenorientierte Informationen zum Thema Crystal abrufbar. In der Regel sind einige wenige Medien- bzw. Expertenbeiträge über die Droge eingestellt. Vor diesem Hintergrund sollen die im Onlineportal bereit gestellten Informationen die Aufklärungsarbeit anderer Präventionsträger, z.B. der Drogen- und Suchtberatung an den Schulen, Berufs-schulen und Hochschulen, ergänzen.
In Thüringen hat sich die Droge Crystal in den letzten 5 Jahren stark verbreitet. Der Freistaat ist eines der Bundesländer mit den meisten Sicherstellungsfällen von Crystal. Von bundesweit 3.847 Sicherstellungen im Jahr 2013 verzeichnete Thüringen mit 12% den dritthöchsten Anteil. 50% bzw. 28% der Mengen wurden in Sachsen und Bayern gefunden. Ein Viertel aller Rauschgifttoten in Thüringen fielen im vergangenen Jahr den Folgen des Methamphetamin-Konsums zum Opfer.

Die Website finden Sie ab sofort unter http://www.thueringen.de/th3/tim/crystal.

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