„Gute Aus- und Fortbildung ist die Voraussetzung für eine gute Justiz“

25. August 2014 | Themenbereich: Justiz, Niedersachsen | Drucken

Die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz hat heute das Bildungsinstitut Wolfenbüttel besucht. Bei ihrem 3,5-stündigen Aufenthalt verfolgte sie unter anderem auch den dortigen Unterricht. Besonders beeindruckt zeigte sich Niewisch-Lennartz dabei vor allem von der praxisnahen Gestaltung in den einzelnen Fächern.

„Gute Aus- und Fortbildung ist die Voraussetzung für eine gute Justiz“, sagte die Ministerin im Anschluss an den Unterrichtsbesuch. „Ich denke, dass der Ansatz, der hier verfolgt wird, eben nicht nur theoretisch auszubilden, sondern auch beispielsweise mit einem Gesprächstraining, der absolut richtige Weg ist.“

Das Bildungsinstitut ist auch für die Qualifizierung des Justizpersonals in Bezug auf die Psychiatrische Versorgung von psychisch erkrankten Inhaftierten zuständig. Studien belegen, dass Inhaftierte im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich häufiger unter psychischen Erkrankungen leiden. Bleiben diese Inhaftierten unbehandelt, so kann das negativ auf den Vollzugsverlauf wirken und das Risiko erneuter Straftaten steigen lassen.

Die landesweite Aus- und Fortbildung von Bediensteten des Justizvollzuges ist die zentrale Aufgabe dieser eigenständigen Landesbehörde. In dem Gebäudekomplex werden durchschnittlich 80 zukünftige Justizvollzugsbedienstete während ihrer zweijährigen Ausbildung in zwei 4 Monate dauernden Lehrgängen ausgebildet, untergebracht und verpflegt.

Zudem testet das Bildungsinstitut pro Jahr 500 bis 700 Bewerberinnen und Bewerber zentral auf ihre Eignung für die Tätigkeit im Justizvollzugsdienst, die bereits von den Justizvollzugsanstalten vorausgewählt wurden.

In Zeiten ohne Lehrgangsbetrieb am Institut finden verschiedene Fortbildungsveranstaltungen statt. Insgesamt organisiert das Bildungsinstitut jährlich ca. 160 mehrtägige Fortbildungsveranstaltungen pro Jahr.

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