Meinungsaustausch mit jüdischer Gemeinde: Gegenseitiges Verständnis wichtig

20. August 2014 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Zu einem zweistündigem Meinungsaustausch trafen sich am 15. August Vertreter des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein und Mitglieder des Geschäftsführenden Landesvorstands in den Räumen der GdP-Landesgeschäftsstelle. Initiiert wurde dieses Treffen vom Kollegen Klaus Dönecke aus Düsseldorf, der seit fast 40 Jahren an der Aufarbeitung der Düsseldorfer Polizeigeschichte insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus arbeitet. Anlass für seine Initiative waren die jüngsten Vorkommnisse bei anti-israelischen und pro-israelischen Demonstrationen.
Die Gespräche fanden in vertrauensvoller Atmosphäre statt. Die Vertreter der jüdischen Gemeinden Dr. Oded Horowitz, Leonid Goldberg und Wilfried Johnen brachten die Befürchtungen und Gefühle zum Ausdruck, die ihre Mitglieder angesichts der anti-israelischen vor allem aber der anti-jüdischen Parolen befielen, die auf verschiedenen Demonstrationen zu sehen waren.

Die GdP-Vertreter, der Landesvorsitzende, Arnold Plickert, und die Vorstandsmitglieder Jutta Jakobs , Wolfgang Spies und Volker Huß und brachten ihr Verständnis für die Sorgen und Nöte der jüdischen Mitbürger zum Ausdruck. Aufgabe der Polizei sei es, jede zulässige Demonstration zu schützen. Straftaten, wie gewalttätige Übergriffe oder antisemitische Hetzparolen würden aber unnachgiebig und mit aller Konsequenz verfolgt.

Dr. Oded Horowitz versicherte, dass der Kontakt zwischen den jüdischen Gemeinden und den Polizeibehörden vor Ort ausgezeichnet und von einer sehr vertrauensvollen Zusammenarbeit geprägt sei.

Beide Seiten waren sich einig, dass es enorm wichtig ist auch in der heutigen Zeit die Geschichte wach zu halten und durch enge Kontakte das gegenseitige Verständnis zu pflegen.