DPolG: Hohe Strafen bei Mutproben verhängen

18. August 2014 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) unterstützt den Vorschlag von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mehr gegen gefährliche Falschfahrten auf Autobahnen zu unternehmen. Die hohe Zahl von Falschfahrten, pro Jahr sind es laut ADAC zwischen 2.400 und 2.700, muss nach Ansicht der DPolG zu konkreten Gegenmaßnahmen führen.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Falschfahrten gefährden Menschenleben und müssen deshalb mit intelligenter Technik soweit es geht verhindert werden. Elektronische Warnsysteme, wie sie jetzt getestet werden sollen, sind ein richtiger Schritt, um Falschfahrer, die ungewollt in diese Situation geraten, zu warnen.“

Deutschland steht noch am Anfang seiner Möglichkeiten, um Falschfahrten zu verhindern und vor Falschfahrern zu warnen. Denkbar sind navigationsunterstützte optische und akustische Warnungen, Leuchteinrichtungen auf der Fahrbahn, in Leitpfosten oder am Fahrbahnrand sowie die gleichzeitige Warnung anderer Verkehrsteilnehmer und die automatische Alarmierung von Verkehrsleitzentralen durch das falsch fahrende Fahrzeug selbst. Wendt: „Leider sind erst zehn Prozent unserer Autobahnen mit elektronischen Schilderbrücken ausgestattet, mit deren Hilfe man den entgegenkommenden Verkehr optisch warnen und auf die ungefährlichere rechte Spur dirigieren könnte, auch da gibt es noch jede Menge zu investieren.“

Gegen diejenigen, die sich selbst töten wollen und dabei in Kauf nehmen, andere mit in den Tod zu reißen, wird man sich jedoch nur schwer schützen können. „Denjenigen, die eine Mutprobe begehen wollen, muss unmissverständlich klargemacht werden, dass sie eine schwere Straftat begehen, wenn sie vorsätzlich die Autobahn in falscher Richtung benutzen und neben Menschenleben bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe riskieren. Vorsätzliches Falschfahren ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine lebensgefährliche, schwere und dazu ausgesprochen dumme Straftat!“, so der DPolG Bundesvorsitzende.

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