Jugendfeuerwehren sind „echte Zukunftsarbeit“

15. August 2014 | Themenbereich: Brandenburg, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Innenminister Ralf Holzschuher hat am Freitag im Rahmen des Dialogs „Zukunft Feuerwehr“ 160 Jugendfeuerwehrparka an die Freiwillige Feuerwehr des Amtes Ruhland übergeben. Die Einsatzbekleidung, deren Beschaffung vom Innenministerium mit gut 8.100 Euro aus Lottomitteln gefördert wurde, ist für die 142 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und ihre 18 Betreuer bestimmt. „Die neuen Parka sind nicht nur chic. Sie sind auch ein Werbeträger für die Jugendfeuerwehren. Damit bekennt die Feuerwehr Farbe in der Nachwuchsarbeit“, sagte Holzschuher.

Außerdem übergab der Minister ein Branddemohaus für die Freiwillige Feuerwehr Lauchhammer. Es soll Kindern und Jugendlichen veranschaulichen, wie sich Rauch in einem Wohnhaus ausbreitet. Es wird sowohl für die Jugendfeuerwehrarbeit im Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz als auch für die Brandschutzerziehung in Schulen eingesetzt. „Mit der Wissensvermittlung über Brandgefahren müssen wir möglichst früh beginnen. Deshalb freue ich mich, dass es in Lauchhammer eine Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Feuerwehr gibt“, sagte Holzschuher.

Er lobte zugleich das „überzeugende Betreuungskonzept“ der Nachwuchsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr im Amt Ruhland. „Hier wird echte Zukunftsarbeit geleistet. Damit das System der ehrenamtlichen Hilfeleistung im Brand- und Katastrophenschutz auch in der Zukunft ohne Abstriche funktionsfähig bleibt, brauchen unsere Feuerwehren junge Leute, die eines Tages die Aufgaben der heutigen Einsatzkräfte übernehmen. Das gelingt aber nur, wenn die Jugendfeuerwehren attraktiv sind. Wo sich die Kameraden und Kameradinnen vor Ort intensiv um die Jugendarbeit kümmern, bleiben die Erfolge wie im Amt Ruhland nicht aus“, unterstrich Holzschuher.
Die Freiwillige Feuerwehr des Amtes Ruhland besteht aus acht Ortswehren mit zusammen 280 Einsatzkräften. Ein Viertel der Einsatzkräfte sind Frauen. Die Einsatzkräfte rückten im vergangenen Jahr zu rund 70 Einsätzen aus. Die Ausrüstung der Feuerwehr wurde in diesem Jahr weiter modernisiert. Ende Juni erhielt die Feuerwehr ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10. Die Beschaffungskosten in Höhe von knapp 250.000 Euro wurden zur Hälfte aus einem Sondertopf des kommunalen Finanzausgleichs zur Ausrüstung von Stützpunktfeuerwehren kofinanziert.

Die Feuerwehr des Amtes Ruhland ist eine von 104 Stützpunktfeuerwehren im Land. Diese sichern die Tageseinsatzbereitschaft der Feuerwehren über die örtlichen Zuständigkeitsgrenzen hinaus auch für Nachbarkommunen.

Neben dem Besuch im Amt Ruhland standen für den Freitagnachmittag noch ein Besuch des Feuerwehrjugendlagers der Freiwilligen Feuerwehr Niedergörsdorf sowie ein Gespräch mit Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren Luckenwalde und Nuthe-Urstromtal (alle Landkreis Teltow-Fläming) auf dem Programm des Innenministers.

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