Belastung durch Fußballeinsätze für die Bundespolizei nicht mehr tragbar

15. August 2014 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Für die DPolG Bundespolizeigewerkschaft sind die ständig steigenden Zahlen personeller und finanzielle Belastung durch gewaltbereite Fußballfans erschreckend. Alleine in der Saison 2012/2013 fielen dafür im Aufgabenbereich der Bundespolizei 38 Millionen Euro an. Insgesamt sind 110 954 Bundespolizisten zur Begleitung von knapp 3,3 Millionen Fußballfans bei Reisen mit der Bahn eingesetzt worden. Dies ist ein Anstieg um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gewaltdelikte von Fußballrowdys nehmen dabei immer mehr zu, so stieg deren Anzahl laut dem Bundespolizeipräsidium allein in der letzten Saison um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
„Wir haben seit Jahren gewarnt und Lösungsvorschläge unterbreitet“, so der stellvertretende Vorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Horst Pawlik. „Die physischen und psychischen Belastungen für die Einsatzkräfte der Bundespolizei sind enorm und müssen endlich abgebaut werden. Hierbei sind alle Verantwortlichen mit in die Pflicht zu nehmen.“, so Pawlik weiter.

Im Einzelnen fordert die DPolG Bundespolizeigewerkschaft:
Die DFL soll sich an den Polizeikosten von Fußballspielen beteiligen und ist auch im Fußballreiseverkehr mit in die Pflicht zu nehmen, insbesondere durch von den Vereinen organisierte bestellte Verkehre.
Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft begrüßt den Vorstoß von NRW-Innenminister Jäger, die Anreise von Fußballfans nur noch bei wirklichen Problemspielen von der Polizei begleiten zu lassen.
Landes- und Kommunalbehörden haben endlich verstärkt mit Meldeauflagen zu arbeiten, damit gewaltbereite Fußballchaoten am Reisen gehindert werden.

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