1. Polizeirevier Lübeck zieht in sanierte Wache in der Mengstraße wieder ein

11. August 2014 | Themenbereich: Polizei, Schleswig-Holstein | Drucken

„“Alles bleibt da, wo es ist, aber alles ist jetzt besser“.“ Auf diese Formel brachte Innenstaatssekretär Bernd Küpperbusch den Abschluss der Sanierungsarbeiten des 1. Polizeireviers in Lübeck, dessen Wiedereinzug in dem Haus in der Mengstraße 20 am Montag (11. August) offiziell gefeiert wurde. „“Die Beamtinnen und Beamten haben nun ein zeitgemäßes Dienstgebäude zurückerhalten““, sagte Küpperbusch. Die Räume seien funktional und vorbildlich. Die Investition in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro in die bau- und brandschutztechnische Erneuerung der Liegenschaft habe sich gelohnt. Nach Ansicht von Küpperbusch war es eine gute Entscheidung, das 1. Polizeirevier mit seinen rund 90 Beschäftigten im Zentrum der Altstadt zu lassen. „“Kurze Wege zu den Einsatzorten und ein bürgernaher Service bleiben so gewährleistet““, sagte der Staatssekretär.

Küpperbusch erinnerte in seiner Rede nochmals an den langen und teilweise verschlungenen Weg von der Bestandsaufnahme bis zur Wiedereröffnung. Bereits 2005 hatte die damalige Revierleiterin Andrea Funk den „“veralteten und teilweise desolaten Zustand““ der Liegenschaft beschrieben und die Polizeidirektion Lübeck um Abhilfe gebeten. Betroffen waren in erster Linie der Wachbereich und die Revierleitung, denn die Ermittlungs- und Bezirksdienste waren damals schon in zwei weiteren Objekten der Altstadt untergebracht.

In den folgenden zwei Jahren erfolgte eine umfangreiche Bestandsaufnahme, in der erhebliche funktionale und bauliche Mängel festgestellt wurden, wie beispielsweise kein hinreichender Brandschutz, ein fehlender zweiter Fluchtweg, kein behindertengerechter Zugang, grundrissbedingte Einschränkungen des Dienstbetriebes, fehlende Besucherparkplätze und Garagen für die Dienstfahrzeuge. Außerdem sollten die verstreut untergebrachten Dienste des Reviers aus funktionalen Gründen möglichst räumlich wieder zusammengeführt werden.

Das Innenministerium und das Finanzministerium suchten gemeinsam mit der Polizeidirektion und den Nutzern seit Anfang 2008 nach vertretbaren Lösungen, zumal neben den baulichen Mängeln auch ein zusätzlicher Raumbedarf von annähernd 470 Quadratmetern gedeckt werden musste. Die umfangreiche Sanierung des landeseigenen Gebäudes „Mengstraße 20“ schien im ersten Blick jedoch wirtschaftlich kaum vertretbar. Daher wurde geprüft, ob es in der Umgebung alternative Objekte zur Anmietung gab.

Nachdem eine lange und intensive Suche durch die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) in und am Rande der Altstadtinsel von Lübeck aufgrund des Immobilienangebotes erfolglos war, musste aus polizeitaktischer und wirtschaftlicher Sicht doch entschieden werden, an der Mengstraße festzuhalten und das Gebäude für den Wachbetrieb und die Revierleitung angemessen herzurichten. Diese Entscheidung fiel leicht, da es dem Finanzministerium gelungen war, gleich in der Nachbarschaft in der Alfstraße rund 800 Quadratmeter Bürofläche der Ulrich-Gabler-Stiftung für die Unterbringung der Ermittlungs- und Bezirksdienst anzumieten. Diese Einheiten konnten bereits Ende vergangenen Jahres in die neuen Räumlichkeiten einziehen.

Schwierig wurde nochmals die Entscheidung über den Beginn der Sanierungsmaßnahme in der Mengstraße. Diese sollte ursprünglich aus Kostengründen erst nach der Anmietung der Alfstraße erfolgen. Der damalige Innenminister Klaus Schlie hatte sich jedoch persönlich der Angelegenheit angenommen, drängte auf eine schnelle Sanierung und stellte aus dem Haushalt des Innenministeriums fast 300.000 Euro zur Verfügung, um für die Mitarbeiter der Mengstraße eine Interimsunterbringung zu schaffen. Diese wurde dann mit der Seefahrtsschule schnell gefunden, so dass eine frühzeitige Herrichtung der Mengstraße und somit der Wiedereinzug in das sanierte Gebäude bereits in diesem Jahr erfolgen konnte.

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