NRW in Sachen Fußball auf dem richtigen Weg!

7. August 2014 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft begrüßt den Vorstoß von NRW-Innenminister Jäger, die Anreise von Fußballfans nur noch bei wirklichen Problemspielen von der Polizei begleiten zu lassen.
„Die Bundespolizei sollte dem Beispiel NRW‘s rasch folgen und die Messlatte für die Entscheidung über die polizeiliche Begleitung in Zügen der DB AG künftig deutlich höher hängen!“, so der Vorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Ernst G. Walter, der zugleich eine viel frühere und intensivere Abstimmung solcher Einsätze zwischen Landes- und Bundespolizei fordert.
Insbesondere in den Fußballhochburgen NRW‘s sind die von ihm vertretenen Bundespolizisten während der Fußballsaison oft mehr als 5 Wochenenden hintereinander im Einsatz. Statt wie andere den DFB und die DFL als brave Steuerzahler zu verteidigen, sich aber zugleich über die hohe Einsatzbelastung an den Wochenenden und die mangelnde Bezahlung der Einsatzkräfte „grün“ zu ärgern, fordert Walter ganz konkrete Maßnahmen.
„Runter mit der Einsatzbelastung an den Wochenenden und rauf mit den Zulagen!“, so lautet seine einfache Botschaft. „Unsere Kolleginnen und Kollegen sind hoch motiviert und geben in den brandgefährlichen Einsätzen wirklich alles, aber sie haben die Nase voll von überflüssigen Wochenendeinsätzen, die nur auf Wunsch der DB AG oder von allzu ängstlich agierenden Führungskräften initiiert werden.“

Deshalb ist es für ihn auch vollkommen richtig und längst überfällig, dass die Häufigkeit der Einsätze an den Wochenenden wie aktuell in NRW durch Innenminister Jäger endlich einmal kritisch hinterfragt wird.
Auch die Frage der Kostenbeteiligung an Polizeieinsätzen, die jüngst der Bremer Senat aufgebracht hat und dafür von DFL und DFB prompt zur Strafe ein Länderspiel entzogen bekam, ist für den Gewerkschaftschef aus der Bundespolizei kein Tabuthema. „Die aktuellen Zulagen für Wochenenddienste sind ein schlechter Witz! DFL und DFB verdienen Millionen, aber für einen spürbaren und angemessenen finanziellen Ausgleich der von Fußballchaoten traktierten Kollegen ist kein Geld da.“
Besonders wichtig ist Walter, dass die Bundespolizei vollständig in das NRW-Projekt eingebunden wird. „Eine Fanbegleitung endet schließlich nicht am Bahnhof. Die Lagebeurteilung, ob Polizeikräfte bei einem Spiel zur Fananreise eingesetzt werden oder nicht, muss deshalb zwingend gemeinsam durch Landes- und Bundespolizei, und das möglichst frühzeitig erfolgen. Unsere Kolleginnen und Kollegen wollen schließlich nicht erst Freitagabend wissen, ob sie das Wochenende

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