Minister Geibert nahm an Übung des SEK teil

6. August 2014 | Themenbereich: Polizei, Thüringen | Drucken

Am Dienstag (5. August 2014) überzeugte sich Thüringens Innenminister Jörg Geibert von den Fähigkeiten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) des Landeskriminalamtes.
Bei der Presse-Vorführung wurden Organisation und Einsatzspektrum der Einheit erklärt und anhand eines Fallbeispiels demonstriert. So erfolgte der Zugriff der Einsatzkräfte auf ein Fluchtfahrzeug mit bewaffneten Tätern. Das SEK zeigte die Absicherung des Zugriffes durch Präzisionsschützen, die Festnahme Flüchtender sowie das Einwirken auf Täter bei Suizidandrohung. Dabei konnten die Pressevertreter auch miterleben, wie ein beim Einsatz verletzter Beamter versorgt wird.

Das SEK realisiert pro Jahr etwa 70 Einsatzaufträge. Es wird auf Anforderung für Polizeidienststellen Thüringens sowie anderer Bundesländer tätig. Wenn es um die Festnahme besonders gefährlicher Straftäter, die Durchsuchung von Objekten, in denen besonders gefährliche Straftäter vermutet werden oder den Einsatz in Bedrohungs-, Amok-, Geisel-, Entführungs- und Erpressungslagen geht, dann ist das SEK gefordert. Auch die Observation mit dem Ziel des Zugriffs oder der anlassbezogene Schutz von gefährdeten Personen sowie der Transport von Gefangenen, bei denen mit Flucht oder Befreiung zu rechnen ist, gehören zum Einsatzspektrum.

Zu den herausragenden Einsätzen des Spezialeinsatzkommandos zählen die Gefangenentransporte und der Personenschutz im Rahmen der Mafiamordprozesse 1996 – 1999, der Einsatz am Gutenberggymnasium 2002 sowie Zugriffe und Durchsuchungen im Rahmen der Ermittlungen gegen die Rockerclubs Bandidos (2007 – 2010) und Hells Angels (2009 – 2013). Hinzu kommen Festnahmen gefährlicher Bankräuber, Geiselbefreiungen wie in der JVA Suhl im Jahr 2013 und der Personenschutz bei Staatsbesuchen von US-Präsidenten oder des Papstes.
Während der Einsätze des SEK ist bisher kein Beamter zu Tode gekommen. In einem Fall (2007) verletzte sich ein Beamter des SEK während eines Einsatzes schwer.

Das Spezialeinsatzkommando wurde im Jahre 1991 gegründet. Im Alarmierungsfall wird es der einsatzführenden Polizeidienststelle unterstellt. Zur Bewältigung von Einsatzlagen stehen derzeit 27 Beamte zur Verfügung.

Die Ausstattung des SEK Thüringen ist hochwertig, modern und an die Bewältigung der besonders gefährlichen polizeilichen Einsätze angepasst.
Die Einsatzbeamten müssen jährlich einen Fitnesstest bestehen. Ebenso werden jährlich die Schießleistungen für die persönlich zugewiesenen Waffensysteme überprüft. Im zweijährigen Turnus überprüft der Polizeiärztlicher Dienst die gesundheitliche Eignung für die Arbeit im SEK.

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