Durchbruch beim ‚WM-Mord‘ von Bad Reichenhall

6. August 2014 | Themenbereich: Bayern, Kriminalität | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat der Sonderkommission ’14. Juli‘, der Staatsanwaltschaft Traunstein und auch der norwegischen Polizei für die ausgezeichnete Arbeit bei der Aufklärung der Gewaltverbrechen von Bad Reichenhall gedankt: „Sie alle haben seit den abscheulichen Verbrechen am 14. Juli 2014 mit Hochdruck an der Aufklärung dieser schweren Straftaten gearbeitet. Es ist sehr wichtig, dass der mutmaßliche Täter in so kurzer Zeit gefasst werden konnte. Und es bestätigt einmal mehr, dass bei Mord und Totschlag nahezu jedes Verbrechen geklärt wird. Die Nachricht von der Festnahme hat mich sehr erleichtert.“ Herrmann sagte, die rasche Aufklärung und die problemlos ineinander greifende Fahndung sei ein gutes Beispiel für die hervorragende Zusammenarbeit der europäischen Polizeien.

Herrmann sagte, die Festnahme gestern Abend in der Nähe des norwegischen Trondheim dürfte jetzt auch in der Bevölkerung des Berchtesgadener Landes, die durch diese schrecklichen Verbrechen beunruhigt waren, für Erleichterung sorgen.

In der Nacht des Finales der Fußballweltmeisterschaft von Sonntag auf Montag, den 14.07.2014, hatte der mutmaßliche Täter in der Bad Reichenhaller Innenstadt einen älteren Mann überfallen und unvermittelt so vehement auf diesen eingestochen, dass dieser verstarb. Keine fünfzehn Minuten später stach der gleiche Täter in der Innenstadt eine junge Frau nieder, die jedoch schwerstverletzt flüchten konnte und nur mit viel Glück den Angriff überlebte.

Die Ermittlungen der eingerichteten Sonderkommission (SOKO) ’14. Juli‘ konzentrierten sich zuletzt auf den jetzt festgenommenen 20jährigen Bundeswehrangehörigen, der sich unerlaubt von seinem Bundeswehrstandort Bad Reichenhall entfernt hatte. Nachdem der SOKO bekannt wurde, dass der 20jährige vermutlich am 22.07.2014 von Frankfurt/Main aus nach Norwegen geflogen ist, wurde ein internationaler Haftbefehl erwirkt und die Zielfahndung eingebunden.

Letztlich konnte der mutmaßliche Täter gestern kurz nach 17.30 Uhr von einer Streifenbesatzung der norwegischen Polizei im Bereich von Trondheim festgenommen werden. Das weitere Prozedere zur Auslieferung wird jetzt von der ‚SOKO 14. Juli‘ der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein und der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein in die Wege geleitet.

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