Cybersicherheitsrat Deutschland e.V. warnt vor Datendiebstahl

6. August 2014 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Das Unternehmen Hold Security hat im Juli 2014 einen bislang nie dagewesenen Angriff russischer Hacker auf IT-Systeme festgestellt. Den Hackern ist es gelungen, 4 Milliarden Datensätze bzw. 1,2 Milliarden individuelle Benutzer/Passwort Kombinationen von über 420.000 Websites zu stehlen. Das besondere an dem Angriff, ist der flächendeckende Einsatz eines Botnetzes gegen Websites großer und kleiner Unternehmen. Dieses Maß an krimineller Energie und Organisation ist im Bereich Cybercrime bislang einzigartig.

Arne Schönbohm, Präsident des Cyber-Sicherheitsrats Deutschland e.V. erklärt dazu: „Die aktuellen Ereignisse folgen deutlich dem Trend des globalisierten und grenzenlosen Verbrechens. Umso bedauerlicher ist der Umstand, dass die zuständigen öffentlichen Stellen, wie z.B. das BSI auch Stunden nach Bekanntgabe der Angriffe keine Informationen oder Hilfestellungen zur Verfügung stellen. Dies verdeutlicht, dass die staatlichen Institutionen im Kampf gegen Cyberkriminalität nach wie vor das Nachsehen haben und ihre Ausstattung nicht ausreichend ist, um den akuten Bedrohungen entgegenzuwirken.“

Der Cybersicherheitsrat Deutschland e.V. rät in einem ersten Schritt, Rechner auf Schadsoftware zu untersuchen, sowie Passwörter für Internetseiten zu ändern.