„10×10 mehr Sicherheit“ – Auswertung der 100 Unfallhäufungsstellen abgeschlossen

4. August 2014 | Themenbereich: Sachsen, Verkehr | Drucken

Im Rahmen des vom SMWA gestarteten Programms „10 mal 10“ haben Experten der TU Dresden und der LISt GmbH in allen zehn sächsischen Landkreisen jeweils die zehn auffälligsten Unfallhäufungsstellen näher untersucht. Die Ergebnisse der Analyse sowie zu prüfende Maßnahmevorschläge zur Entschärfung der einzelnen Unfallhäufungsstellen liegen jetzt vor. Staatsminister Sven Morlok hat heute am Unfallschwerpunkt der ehemaligen Rennstrecke der S 165 in Hohnstein exemplarisch die Umsetzung der Maßnahmen vor Ort erläutert. In Hohnstein ist die vollständige Umsetzung der realisierbaren Maßnahmevorschläge aus dem Programm „10×10″ bereits erfolgt.

„Die Erhöhung der Verkehrssicherheit ist die wichtigste Aufgabe der Verkehrspolitik. Der Freistaat engagiert sich hier kontinuierlich und mit zahlreichen Projekten“, so Staatsminister Morlok. „Beim Programm ‚10×10‘ ging es darum, die wichtigsten Unfallhäufungsstellen zu untersuchen, um sie wirksam entschärfen zu können. Durch den engen Austausch mit den Experten der TU Dresden und der LISt GmbH konnten wir Erfahrungen sowie wissenschaftliches und technisches Know-How bündeln und wie angekündigt innerhalb eines Jahres für jede der insgesamt 100 Unfallhäufungsstellen einen Maßnahme-Vorschlag vorlegen. Dafür danke ich allen Projektbeteiligten. Mit den jetzt vorliegenden Vorschlägen geben wir den zuständigen Verkehrsbehörden wertvolle und konkrete Hinweise an die Hand, die sie zügig im Interesse aller Verkehrsteilnehmer umsetzen können.“

An der S 165 wurden insgesamt 431 Meter Unterfahrschutz an Schutzplanken angebracht. Zusätzlich wurde ein weiterer Krümmenbereich mit Rüttelstreifen ausgerüstet. Bereits in 2012 wurden auf der Strecke Rüttelstreifen aufgebracht, die im Ergebnis dazu führten, dass bis heute keine Unfälle mit Personenschaden mehr in diesem Bereich zu verzeichnen sind. Die Rüttelstreifen dienen zur punktuellen Entschärfung von besonders unfallträchtigen Gefahrenstellen und kommen dort zum Einsatz, wo in aller Regel Streckensperrungen für Motorradfahrer gefordert werden.

Die Erkenntnisse aus dem Programm wurden den örtlichen Unfallkommissionen und den zuständigen Baulastträgern zur Prüfung auf örtliche Realisierbarkeit und nachfolgende Umsetzung der Maßnahmen zur Verfügung gestellt und werden auch in die künftige Verkehrssicherheitsarbeit an anderen Stellen einfließen. Der örtliche Prüfprozess ist noch nicht abgeschlossen. Die Umsetzung von kurzfristigen Maßnahmen hat jedoch teilweise schon begonnen oder befindet sich in Planung. Der Zeitpunkt der Durchführung hängt in allererster Linie vom Umfang der eigentlichen Maßnahme ab.

Für die Aufstellung des Programms stellt das SMWA insgesamt 63.000 Euro zur Verfügung. Es reiht sich ein in eine Vielzahl weiterer Aktivitäten des SMWA zum Thema Verkehrssicherheit wie z.B. das „Sicherheits-Upgrade“ für die sächsischen Autobahnauffahrten zur Vermeidung von Falschfahrern, den jährlich stattfindenden Verkehrssicherheitstag oder die kontinuierliche Nachrüstung von Leitplanken mit einem Unterfahrschutz für Motorradfahrer.
Die Liste mit den Unfallhäufungsstellen in den einzelnen Landkreisen finden Sie in der Anlage.

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