DFL und DFB wollen ein gewähltes Parlament erpressen

25. Juli 2014 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Mit Empörung hat die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) auf die Drohung von DFL und DFG reagiert, als erste Reaktion auf die beabsichtigte Gebührenregelung bei Großeinsätzen in Bremen, ein Fußballländerspiel im Bremer Weser-Stadion zu streichen.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Das ist der ungeheuerliche Versuch, vor den Augen der Öffentlichkeit ein gewähltes Landesparlament zu erpressen. Darauf sollte die Politik geschlossen reagieren, wenn das nicht Schule machen soll. Es wird höchste Zeit, den Fußballverbänden zu demonstrieren, dass sie keine Nebendemokratie aufbauen können und die gewählten Volksvertreter auch in Bremen nicht in dieser Weise genötigt werden dürfen.“

Rainer Wendt, der seit Jahren eine Beteiligung der Fußballverbände an den hohen Einsatzkosten fordert, unterstützt den Bremer Vorstoß: „Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, dass die Kosten von fast 100 Millionen Euro im Jahr, die die Sicherung der Fußballspiele bundesweit kostet, allein vom Steuerzahler getragen werden. Die Fußball-Verbände sollten die Einführung einer Gebührenregelung akzeptieren wie sie für Privatpersonen und andere Unternehmen auch gilt. Das können sie auch aufgrund ihrer Millionen-Einnahmen, die sie jedes Jahr erzielen.

Das Geld muss für die Einsatzkräfte verwendet werden, die an jedem Wochenende die Hauptlast tragen müssen. Das wäre gerecht und sozial. Es geht nicht, dass die zusätzlichen Einnahmen in den allgemeinen Landeshaushalt fließen.“

Die DPolG fordert darüber hinaus, dass nicht nur Fußball-Verbände, sondern auch die Veranstalter anderer Großveranstaltungen mit kommerziellem Charakter wie Formel 1 Rennen oder Rockkonzerte, sich an den anfallenden Sicherheitskosten beteiligen.

Wendt: „Denn eins geht nicht länger: Polizisten zu erzählen, für eine anständige Bezahlung sei kein Geld da und gleichzeitig auf durchsetzbare Einnahmen zu verzichten!“

Herausgeber: DPolG-Bundesleitung Friedrichstraße 169/170 10117 Berlin Telefon (030) 47 37 81 23 Telefax (030) 47 37 81 25 dpolg@dbb.de www.dpolg.de V.i.S.d.P.: Rainer Wendt

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