Zahl der Verkehrstoten in Deutschland zuletzt stark gestiegen

24. Juli 2014 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im Mai 2014 im Vergleich zum entsprechenden Monat des Vorjahres um fast fünf Prozent gestiegen. Insgesamt kamen 292 Menschen auf deutschen Straßen ums Leben. Auch die Zahl der Verletzten stieg deutlich um annähernd 12 Prozent auf 35.800. Von Januar bis Mai 2014 verloren 1 233 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ihr Leben, das waren 99 Personen oder 8,7 % mehr als in den ersten fünf Monaten des Jahres 2013. Die Zahl der Verletzten nahm in diesem Zeitraum sogar noch stärker zu, nämlich um 13,1 % auf rund 147.200.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) sieht deshalb das Ziel der Europäischen Union gefährdet, die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 um 50 Prozent zu reduzieren. Die DPolG mahnt, bei den Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit nicht nachzulassen.

Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Um die Zahl der Verkehrsunfälle dauerhaft zu senken, fordern wir, die Verkehrsüberwachung bundesweit auszubauen, um somit langfristig das Verhalten der Verkehrsteilnehmer positiv zu beeinflussen. Die in unregelmäßigen Abständen durchgeführten ‚Blitz-Marathons‘ sollten mehrmals im Jahr in allen Bundesländern stattfinden. Sie haben die Kraftfahrer bereits in der Vergangenheit zu mehr verkehrsgerechtem Verhalten veranlasst. ‚Blitz-Marathons‘ werden von der Bevölkerung u. a. deswegen so gut angenommen, weil die Bürgerinnen und Bürger Risikobrennpunkte (z. B. gefährliche Kreuzungen) und Risikostrecken (z. B. „Raserstraßen“) selbst benennen können.

Die Einnahmen aus Bußgeldern sollten nicht mehr in die allgemeinen Haushalte fließen, sondern direkt sinnvollen Verkehrsprojekten zu Gute kommen. Wendt: „Nicht zuletzt brauchen wir dringend die Einführung der Halterhaftung. Künftig soll der Halter eines Fahrzeugs das Verwarnungsgeld bezahlen, denn er weiß in der Regel wer gefahren ist. Zurzeit kommen noch zu viele Raser im Straßenverkehr unerkannt davon. Das darf so nicht mehr hingenommen werden.“

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