Spitzensportler erfolgreich bei Brandmeister-Prüfung

18. Juli 2014 | Themenbereich: Brandenburg, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Zwei weitere Angehörige der Feuerwehr-Sportfördergruppe des Landes haben ihre Brandmeister-Ausbildung an der Landeschule und Technischen Einrichtung für den Brand- und Katastrophenschutz (LSTE) erfolgreich beendet. Innenminister Ralf Holzschuher überreichte dem Olympiasieger von London 2012 im Zweier-Canadier über 1.000 Meter und Weltmeister 2013 im Vierer-Canadier über 1.000 Meter, Kurt Kuschela, sowie dem Vizeweltmeister im U-23-Doppelzweier von 2009, Clemens Wenzel, am Freitag in Potsdam die Ernennungsurkunden zum Brandmeister auf Probe an der LSTE. Kuschela gehört seit 2008 und Wenzel seit 2012 der Sportfördergruppe an.

Holzschuher betonte: „Die Feuerwehr-Sportfördergruppe ist ein Erfolgsmodell. Die Grundidee, Spitzensportlern parallel zu Wettkämpfen und Training eine berufliche Perspektive zu eröffnen, geht auf. Ein Weltmeister und Olympiasieger, internationale Topplatzierungen und Siege bei deutschen Meisterschaften sind sportliche Erfolge, die sich ebenso wie die Ausbildungserfolge sehen lassen können. Wenn wir den Spitzensport wollen, müssen wir dafür sorgen, dass die Frauen und Männer eine gesicherte Zukunft nach der sportlichen Karriere haben.“

Staatssekretär Burkhard Jungkamp vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, das neben dem Landessportbund Partner des Innenministeriums beim Förderprogramm für Spitzensportler ist, verweist auf die gelungene Verbindung von Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten für Spitzensportlerinnen und -sportler im Land. „Damit beweist Brandenburg einmal mehr seine exzellenten Voraussetzungen für die Förderung des Spitzensports, die bereits in den Sportschulen beginnt“, so Jungkamp. „An der Sportschule Potsdam wird gegenwärtig in einem deutschlandweit einmaligen Schulversuch eine weitere Fördermaßnahme für Nachwuchs-Leistungssportler getestet: Im so genannten additiven Abitur können sie ihre Abiturprüfungen über einen längeren Zeitraum strecken und gleichzeitig weiter intensiv für Wettkämpfe trainieren.“

Die Feuerwehr-Sportfördergruppe an der LSTE war 2007 ins Leben gerufen worden. Die Sportler werden auf Grundlage einer Empfehlung des Landesportbundes in das Programm aufgenommen. Derzeit sind 12 von insgesamt 15 Plätzen des Förderprogramms besetzt. Davon befinden sich vier Sportler als Brandmeister-Anwärter in Ausbildung. Dazu gehört auch der Cottbuser Radrennfahrer Roger Kluge, der wegen seines Radprofi-Vertrages derzeit beurlaubt ist.

Einschließlich Kuschela und Wenzel haben nunmehr acht Sportler ihre feuerwehrtechnische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und sind als Brandmeister bei der LSTE beschäftigt. Sieben weitere Spitzensportler, die ihre Brandmeister-Ausbildung an der LSTE erhielten, sind bei verschiedenen Städten tätig. So wechselte der olympische Silbermedaillen-Gewinner von Peking, Mirko Englich, zur Berufsfeuerwehr in Dortmund. Der mehrfache Deutsche Meister im Ringen, Nico Schmidt, sowie die ehemaligen Bobsportler Stefan Hakl und Lukas Kuske stehen nunmehr in Diensten der Landeshauptstadt Potsdam.

Seit 2012 besteht zudem eine Polizei-Sportfördergruppe. Ihr gehören gegenwärtig acht Spitzensportler an, die parallel zu Training und Wettkampf ein Studium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg absolvieren.

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