LKA stellt Jahresbericht zur Betäubungsmittelkriminalität vor

17. Juli 2014 | Themenbereich: Landeskriminalamt, Polizei, Sachsen-Anhalt | Drucken

LKA Direktor Jürgen Schmökel hat am heutigen Donnerstag den Jahresbericht zur Betäubungsmittelkriminalität 2013 vorgestellt.

Illegale Betäubungsmittel und die damit einhergehende Kriminalität stellten auch im Jahr 2013 einen Aufgabenschwerpunkt für die Polizei in Sachsen-Anhalt dar. Insbesondere synthetische Drogen wie Crystal drängen, überwiegend aus Tschechien, verstärkt in das Land und finden immer mehr Abnehmer.

Aber auch durch den hiesigen Anbau von Cannabis in sogenannten Indoor-/Outdourplantagen, wird weiterhin der illegale Betäubungsmittelmarkt in Sachsen-Anhalt und der Bundesrepublik mit Cannabisprodukten versorgt.

Jürgen Schmökel: „Leider sind die Prognosen eingetreten, dass sich die Anzahl der Amphetamindelikte erhöhen wird und den Cannabisdelikten möglicherweise den Rang ablaufen könnten. Anhand der aktuellen Zahlen, insbesondere mit Blick auf die Droge Crystal, hat sich diese Prognose bedauerlicherweise bestätigt. Mit jeweils knapp 46 % bilden beide Drogenarten den absoluten polizeilichen Bearbeitungsschwerpunkt.“

Gegenüber dem Jahr 2012 war im Jahr 2013 ein leichter Anstieg der Deliktszahlen um 2,7 Prozent zu verzeichnen (2013: 6.088 Delikte, 2012: 5.925 Delikte), wobei der Anteil der Rauschgiftdelikte an der Gesamtkriminalität wie im Vorjahr 3,1 Prozent betrug. Ebenfalls im direkten Vergleich der Jahre 2012 und 2013 hat sich der Anteil der Amphetamindelikte weiter erhöht und liegt jetzt mit 45,8 Prozent nur noch ganz knapp hinter den Cannabisdelikten (46 Prozent).

Jürgen Schmökel: „Erstmals wurden im Land mehr Amphetamine sichergestellt, als Cannabis. Dem illegalen Betäubungsmittelmarkt entziehen wir jährlich durch die Sicherstellungen größerer Mengen an Drogen. Dennoch tritt keine Verknappung bei der Verfügbarkeit ein.“

Die territorialen Schwerpunkte der Rauschgiftkriminalität lagen in folgenden Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt: Halle/Saale (670 Fälle), Magdeburg (592 Fälle), Burgenlandkreis (591 Fälle), Harz (538 Fälle), Anhalt-Bitterfeld (536 Fälle).

Nach wie vor wird die Rauschgiftkriminalität von erwachsenen Tatverdächtigen bestimmt – etwa 75 % der 2013 ermittelten Tatverdächtigen waren älter als 21 Jahre. Im Jahr 2013 wurden insgesamt neun Rauschgifttote in Sachsen-Anhalt registriert. Das sind immerhin zwei mehr als im Jahr 2012. (AvK)

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