Großleitstellen/KLL quo vadis? Personalschwamm oder doch von Nutzen für das Einsatz- Rettungssytem?

16. Juli 2014 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Nun sickert es langsam in die Organisation durch, die große Leitstelle mit Polizei und Rettungsdiensten unter einem Dach für die Polizeidirektion Braunschweig kommt nicht. Es mangelt wohl am Geld. In der Polizeidirektion Lüneburg beginnen gerade die weiteren Baumaßnahmen im zweiten Anlauf für die Kooperative Leitstelle Lüneburg (KLL). In Lüneburg also ja und in Braunschweig nein!

Da stellt sich der geneigte Beobachter die Frage, wo bleibt der Mehrwert und der Nutzen, wenn eine Behörde eine große Leitstelle hat und die andere nicht? Wer hat es jetzt künftig besser und wo werden die eingehenden Hilferufe der Bevölkerung am besten und professioneller bearbeitet?

Für die Polizeidirektion Lüneburg hat der Ausbau einer KLL dramatische Folgen im Hinblick auf den personellen Aufwuchs in der KLL der Behörde. Dort fehlt wegen der Personalpriorisierung für die KLL das Personal in der Fläche. Zudem dürfen die zunehmend überalternden ZKD / KED noch nicht mal durch Absolventen mit Vorqualifikation direkt nachersetzt werden (siehe Erlaß des LPP, Az. 24.31-04043/Personalnachersatz/2014 v. 10.06.2014).

Der erhöhte Personalbedarf für die Leitstellen erzeugen einen schwammähnlichen Saugeffekt auf die Personalverteilung mit dramatischen Folgen für alle Bereiche. Behörden ohne große Leitstelle haben diese besondere Problemlage nicht.

Dabei sollten doch die Rahmenbedingen in der Landespolizei für alle Bereiche vergleichbar und damit auch die Belastungen gleich darstellbar sein?

Hier zeigt sich eine weitere Baustelle mit dringendem Handlungsbedarf.

Der BDK bleibt auch hier am Ball und wird sich weiter für die Innere Sicherheit und die dort Beschäftigen und Beamten/-innen einsetzen.

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