Positive Bilanz zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014

15. Juli 2014 | Themenbereich: Baden-Württemberg | Drucken

Bei 35 großen Public-Viewing-Veranstaltungen in Baden-Württemberg haben hunderttausende von Fußballanhängern ihre Mannschaften überwiegend friedlich gefeiert. Das sagte Innenminister Reinhold Gall. Außer den großen Fußballfesten hätten auch unzählige kleinere Veranstaltungen mit zigtausend weiteren Teilnehmern stattgefunden.

„Das meist besonnene Verhalten der Fußball-Fans, die enge Zusammenarbeit mit Sicherheitspartnern, die polizeiliche Präsenz an bekannten Treffpunkten und das konsequente Einschreiten, aber auch das Vorgehen mit dem richtigen Augenmaß haben zum friedlichen Gesamtverlauf beigetragen“, sagte der Innenminister. 17.169 Beamte seien 82.309 Stunden im Dienst gewesen.

Wo viel Licht sei, gebe es auch Schatten. Leider seien auch bei dieser Weltmeisterschaft negative Begleiterscheinungen nicht ausgeblieben.
Während der Weltmeisterschaft habe die Polizei 88 verletzte Personen gezählt, darunter 26 Polizeibeamte. 282 Personen seien fest- und 79 Personen in Gewahrsam genommen worden. 614 Straftaten seien aufgenommen worden, an der Spitze 195 Körperverletzungsdelikte, die oft unter Alkoholeinwirkung begangen worden seien. An zweiter Stelle seien 160 Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz durch missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik registriert worden. „Dieses Abbrennen von Pyrotechnik ist bei öffentlichen Jubel- und Siegesfeiern in Menschenmengen absolut unakzeptabel“, betonte Gall.

Zurück im „Ländle“ sei der Szenenkundige Polizeibeamte (SKB) Patrick Amann vom Polizeipräsidium Freiburg. Als Mitglied des SKB-Teams Deutschland sei er bei Spielen der Deutschen Nationalmannschaft in Brasilien eingesetzt worden und habe in Brasilien dazu beigetragen, dass auch dort die deutschen Fans nicht über die Stränge geschlagen hätten.

„Wir alle haben eine fantastische Weltmeisterschaft mit großartigen Spielen und einem weltmeisterlichen Ausgang erleben können. Ich danke allen, die ihren Anteil zum erfolgreichen Gesamtverlauf beigetragen haben“, sagte Innenminister Gall.
Gravierende Vorfälle

In Reutlingen sind sechs Polizeibeamte durch Knalltraumata verletzt worden. Sie waren dabei, eine Person in Gewahrsam zu nehmen und wurden von einer circa 200 köpfigen Personengruppe lautstark verfolgt und mit Pyrotechnik beworfen.

Tragisch endete der spektakuläre Halbfinalsieg der Deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien für einen 19-jährigen Fußballfan in Göppingen. Beim Versuch zu seinen Bekannten in einem Autokorso zu gelangen, wurde er im Gegenverkehr von einem Fahrzeug erfasst und lebensgefährlich verletzt.

Die Polizei musste bei 824 Autokorsos mit teilweise annähernd 2.000 Fahrzeugen 56 weitere Unfälle aufnehmen, bei denen 13 Personen verletzt wurden.

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