68 neue Polizisten in Güstrow ernannt

14. Juli 2014 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Polizei | Drucken

Nach zweijähriger Ausbildung an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow beendeten heute insgesamt 68 Polizeimeisteranwärterinnen und Polizeimeisteranwärter ihren Vorbereitungsdienst für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1 der Laufbahnverordnung der Landespolizei und erhielten in feierlichen Rahmen von Innenminister Lorenz Caffier ihre Zeugnisse.

Zeitgleich erhielten sie auch ihre Ernennungsurkunde zum Beamten auf Probe und werden mit Wirkung vom 01.August 2014 als Polizeimeisterinnen und Polizeimeister in den Dienst der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern übernommen.

„Sie haben sich für einen verantwortungsvollen und abwechslungsreichen Beruf entschieden, der allerdings auch Gefahren mit sich bringt“, so Innenminister Lorenz Caffier in seinem Grußwort. Caffier weiter: „Tatsache ist auch, dass man Sie als einen Teil einer Gruppe wahrnehmen wird, als Teil der Polizei. Damit werden an jeden von Ihnen Fragen und Kritik herangetragen werden, die das Auftreten der Polizei bei verschiedensten Situationen betrifft. Unsere Polizeiarbeit steht ständig im Fokus der Öffentlichkeit. Jeder einzelne von Ihnen repräsentiert das staatliche Gewaltmonopol. Jeder Einzelne von Ihnen schützt die Rechte und Freiheiten unserer Bürgerinnen und Bürger. Damit sind sie ein Aushängeschild für unser Land und für unseren Rechtsstaat.“

Die 16 Absolventinnen und 52 Absolventen setzten sich vor zwei Jahren erfolgreich gegen über 1.500 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Ihre Erstverwendung werden 64 der 68 jungen Polizistinnen und Polizisten im Landesbereitschaftspolizeiamt finden und dort in den Einsatzhundertschaften in Schwerin oder Waldeck eingesetzt. Vier Absolventen werden ihren Dienst am 01. August direkt bei der Wasserschutzpolizei des Landes antreten.

Als Mitarbeiter in den beiden Einsatzhundertschaften der Landespolizei unterstützen die jungen Polizistinnen und Polizisten die Polizeibehörden Mecklenburg-Vorpommerns und die anderer Bundesländer in Einsätzen bei Demonstrationen, größeren Schadensereignissen und leider oft auch zur Verhinderung von Ausschreitungen im Zusammenhang mit Fußballspielen unterstützen.

„Das Thema Sicherheit in Fußballstadien ist aktueller denn je. Auch in unserem Land wurden durch die aggressiven Angriffe gewaltbereiter Fans immer wieder auch Polizisten verletzt. Hier ist eine Grenze überschritten und ich bin nicht bereit, die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber staatlichen Amtsträgern hinzunehmen“, erklärt Innenminister Caffier.

Aber die Tätigkeit in der Bereitschaftspolizei wird für viele nur der nächste Schritt sein. Für alle Absolventen eröffnen sich vielfältige Tätigkeitsfelder innerhalb der Laufbahn des mittleren Dienstes sowohl in der Bereitschaftspolizei als auch im Streifeneinzeldienst, der Wasserschutz- und auch Kriminalpolizei.

Je nach persönlicher Leistung besteht für die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten die Möglichkeit über einen Aufstiegslehrgang den Bachelorgrad der nächsthöheren Laufbahngruppe zu erlagen. Auch ein Masterstudium an der Deutschen Hochschule der Polizei ist in der weiteren Folge nicht ausgeschlossen.

Am Ende des Personalentwicklungskonzeptes der Landespolizei wird es im Jahr 2015 in der Landespolizei noch 5800 Stellen geben. Es ist von den Regierungsparteien vereinbart, dass es eine Evaluierung geben wird die zu untersuchen hat, ob diese Stellenanzahl angemessen ist, oder ob gegebenenfalls mehr oder weniger Stellen notwendig sind.

Innenminister Lorenz Caffier: „Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine weitere Absenkung der Anzahl der Planstellen für die Landespolizei möglich sein wird. Der derzeitige Aufgabenkatalog ist nur mit diesem Bestand umsetzbar. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass die Personalstärke der Polizei unabhängig von weiteren Sparbemühungen nicht noch weiter ausgedünnt wird. Zudem müssen Aufgaben, die nicht unmittelbar zum Kernbereich polizeilichen Handelns gehören, abgegeben werden. Hier denke ich zum Beispiel an die Begleitung von Schwerlasttransporten.“

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