Workshop rückt Opferschutz in den Fokus

11. Juli 2014 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen-Anhalt | Drucken

Sachsen-Anhalt rückt das Thema Opferschutz in den Fokus. Vertreter aus Vereinen, Verbänden und Ministerien beleuchten heute unter Leitung des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung die Situation im Land und diskutieren über Möglichkeiten, wie Opferschutz konkret verbessert werden kann. „Opfer von Kriminalität brauchen unsere Unterstützung“, so Justizministerin Professor Angela Kolb. Der Staat sei in der Pflicht, den rechtlichen Rahmen zu stecken und auszufüllen, doch auch Vereinen und Verbänden der Opferhilfe komme hier eine wichtige Aufgabe zu. Kolb sagte, die Rechtsposition von Opfern sei in den vergangenen Jahren effektiv gestärkt worden. „Trotzdem bleibt die Frage aktuell: Was kann, was muss verbessert werden?“

Zur Eröffnung des Workshops zu „Ausgestaltung, Entwicklung und Perspektiven des Opferschutzes in Sachsen-Anhalt“ strich Justizministerin Professor Angela Kolb die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit in Opferschutz und Opferhilfe heraus. „Häufig sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfer die ersten, die sich um die Opfer kümmern und mit denen Betroffene über Rechtsfragen, psychosoziale Prozessbegleitung, Entschädigungsansprüche oder Strategien der Verarbeitung sprechen können.“ Beistand und persönliche, sensible Betreuung seien nach erlittenen Erfahrungen von großer Bedeutung. Daneben stehe die Kriminalitätsprävention als weitere Säule. „Auch diese wird von ehrenamtlich Engagierten mitgestaltet“, so Kolb.

2015 soll für Sachsen-Anhalt ein breit angelegter Opferschutzbericht vorgelegt werden. Die Vorarbeiten laufen seit Monaten. „Der heutige Workshop ist in diesem Prozess ein wichtiges Element“, so Justizministerin Kolb. Sie setzt große Hoffnungen in die Arbeit. Wenn der Bericht Erreichtes darstelle und Verbesserungspotenziale offen lege, sichere und optimiere er zugleich Standards im Opferschutz, sagte Kolb.

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