Einheitsausbildung? Nicht mit dem BDK!

11. Juli 2014 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Immer wieder gibt es in Berlin Überlegungen, eine Einheitsausbildung einzuführen, um die rückläufigen Bewerbungszahlen für die Schutzpolizei auffangen zu können. Eine starke Schupo schafft man aber nicht durch eine schwache Kripo! Die Attraktivität der Schupo muss vielmehr durch deutlicheres Herausstellen der positiven Aspekte der Arbeit gesteigert werden.

Berufsbild Kriminalpolizei weiter attraktiv

Eigentlich ist es doch gar nicht so schwer zu verstehen: Kripo kann Spaß machen, ist spannend und mit hoher Berufszufriedenheit verbunden. Finden jedenfalls Jahr für Jahr die Bewerber, die „Kripo“ als Beruf ergreifen oder als Berufung verstehen. Leider ist das in der Zielgruppe vermittelte oder vorhandene Bild „Schupo“ offenkundig weniger attraktiv, weshalb es schwieriger wird, geeigneten Nachwuchs zu gewinnen. Das muss so nicht bleiben. Die Attraktivität muss durch deutlicheres Herausstellen der positiven Aspekte gesteigert werden. Das Berufsbild Schutzpolizei wird aber nicht dadurch attraktiver, dass man das Berufsbild Kripo abschafft! Sollte die in Berlin seit Jahren bewährte und von einigen Bundesländern nach Empfehlung von Fachleuten ebenfalls praktizierte „Y“-Ausbildung abgeschafft werden, in der Hoffnung dadurch mehr Bewerber für die Schutzpolizei zu gewinnen (aus dem Kreise, derer, die dann nicht mehr zur Kripo können), wird dies

insgesamt sinkende Bewerberzahlen
eine sinkende Bewerberqualität
Einbußen in der Ermittlungsqualität
eine sinkende Aufklärungsquote
u.a.

zur Folge haben.
Eine starke Schupo schafft man nicht durch eine schwache Kripo!

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