10 Jahre Sportfördergruppe der Thüringer Polizei

11. Juli 2014 | Themenbereich: Polizei, Thüringen | Drucken

Am Donnerstag (10. Juli 2014) nahm Innenminister Jörg Geibert an der Feierlichkeit anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Sportfördergruppe der Thüringer Polizei in Weimar teil.

„Die Sportlerinnen und -sportler haben ihre Sache mit großem Können, aber auch mit viel Charme vertreten und sich gleichzeitig als vorbildliche Polizeibeamte für die Sicherheit im Freistaat eingesetzt“, sagte der Innenminister und dankte den Athleten für ihr Engagement. Darüber hinaus betonte Geibert, dass an dem Konzept der Sportfördergruppe auch in Zukunft festgehalten werden soll.

Seit Einführung der Sportfördergruppen konnten die Thüringer Polizeisportler eine olympische Silbermedaille, 33 Medaillen bei Weltmeisterschaften, 17 Medaillen bei Europameisterschaften sowie 117 Medaillen bei Deutschen Meisterschaften und 159 Medaillen bei internationalen Wettkämpfen erzielen.

Der Freistaat Thüringen war 2004 das erste Bundesland, das nach dem Vorbild der Bundespolizei eine Sportfördergruppe ins Leben rief. Die erste Sportfördergruppe umfasste 13 Sportler. Das Konzept wurde in den letzten neun Jahren von 11 Bundesländern übernommen.

Nur wenige Tage nach Einstellung der ersten Sportfördergruppe in Thüringen, errangen die damaligen Polizeimeisteranwärter Christian Bach und Tony Martin im Vierer der Mannschaftsverfolgung im Bahnradsport die Goldmedaille.

Zu den erfolgreichsten Athleten der Thüringer Polizei zählen darüber hinaus Profisportler wie Skeletonpilot Alexander Kröckel, Rennrodler Andi Langenhan sowie die Bobsportler Maximilian Arndt und Thomas Florschütz. Auch Marathon-Läufer Marcel Bräutigam, Inline-Speedskaterin Sabine Berg, Ringerin Maria Selmaier und die Bobfahrerinnen Christin Senkel und Stephanie Schneider haben sich für eine Ausbildung in der Sportfördergruppe entschieden.
Die momentan bei der Tour de France erfolgreichen Radprofis Marcel Kittel, John Degenkolb und Tony Martin legten den Grundstein ihrer Karriere ebenfalls in der Sportfördergruppe der Thüringer Polizei.

Insgesamt absolvierten bereits 119 Sportlerinnen und Sportler in 10 Sommer- bzw. Wintersportfördergruppen die Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst. Derzeit werden 20 Absolventinnen und Absolventen auch weiterhin im Spitzensport gefördert. Für den Herbst dieses Jahres sind 11 Neueinstellungen für die Sportfördergruppe der Thüringer Polizei vorgesehen.

Der Zeitraum der Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst erstreckt sich durch die parallele Förderung des Spitzensports auf vier Jahre, wobei Ausbildungs- und Wettkampfphasen halbjährlich wechseln.