Automatisierte Grenzkontrolle

4. Juli 2014 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Die Bundespolizei hat auch am Flughafen München das automatisierte Grenzkontrollsystem EasyPass eingeführt. Dank EasyPass können viele Reisende die erforderliche Grenzkontrolle nun ganz bequem selbst erledigen.

Seit Februar dieses Jahres stand EasyPass Reisenden bei der Ausreisekontrolle im Terminal 2 im Testbetrieb zur Verfügung. Etwa 50.000 Passagiere nutzten bereits jeden Monat die neue Art der Grenzkontrolle. Vor kurzem ging das System in den Wirkbetrieb über. Am Freitag (4. Juli) geht EasyPass in zwei weiteren Bereichen am Flughafen München in Betrieb. Dann ist auch die Einreise mit EasyPass in beiden Terminals möglich.

Dazu Peter Horst, Leiter der Bundespolizeiinspektion Flughafen München:
„EasyPass ergänzt die bisherigen Grenzkontrollen. Das System entlastet damit die eingesetzten Bundespolizisten zum Vorteil der Fluggäste, denn mehr als 38.000 Reisende müssen am Münchner Flughafen täglich schnell und sicher kontrolliert werden.“

Volljährige Bürgerinnen und Bürger der EU, der EWR-Staaten und der Schweiz, die im Besitz eines elektronischen Reisedokumentes (ePass) sind, profitieren von einer beschleunigten Kontrolle und einer damit verbundenen Verringerung der Wartezeiten. Deutsche Staatsangehörige können auch den neuen deutschen Personalausweis im Scheckkartenformat nutzen.

Dazu Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH: „Dank EasyPass kommen unsere Passagiere jetzt noch schneller durch die Passkontrolle. Für den Münchner Flughafen ist der neue Service der Bundespolizei damit ein bedeutender Schritt, den Komfort und die Effizienz für die Fluggäste noch weiter zu verbessern.“

Der Ablauf der Grenzkontrolle mit EasyPASS ist sehr einfach und sicher. Der Reisende legt sein elektronisches Reisedokument zur Echtheitsprüfung auf das Dokumentenlesegerät am Eingang der Schleuse auf. Dort werden die personenbezogenen Daten aus der maschinenlesbaren Zeile und dem RFID-Chip des Reisedokuments ausgelesen. Erkennt das System keine Unregelmäßigkeiten, öffnet sich der Schleuseneingang. Nach Betreten des eigentlichen Kontrollbereichs blickt der Reisende in eine Kamera und sein Gesichtsbild wird mit dem im Chip gespeicherten Bild verglichen. Gleichzeitig werden die aus dem Reisedokument ausgelesenen Daten nach den Vorgaben des Schengener Grenzkodex für eine Fahndungsabfrage genutzt. Die Daten werden dabei nicht gespeichert. Ist die Identitätsfeststellung erfolgreich und liegen keine polizeilich relevanten Erkenntnisse vor, öffnet sich der Ausgang der Schleuse und die Grenzkontrolle ist beendet. Sollte aber zum Beispiel, das Dokument als gestohlen registriert sein oder der Reisende zur Festnahme ausgeschrieben sein, greifen die Bundespolizisten, die die Kontrolle überwachen, ein.

Alternativ zu EasyPASS können natürlich auch weiterhin die herkömmlichen Grenzkontrollen genutzt werden.

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