Opfer brauchen Unterstützung im Prozess

26. Juni 2014 | Themenbereich: Justiz, Sachsen-Anhalt | Drucken

Sachsen-Anhalts Justizministerin Professor Angela Kolb hat die Bedeutung umfassender Hilfsangebote für Opfer schwerer Sexual- und Gewaltdelikte herausgestrichen. Im Rahmen der Justizministerkonferenz in Binz auf Rügen sagte sie, qualifizierte psychosoziale Prozessbegleitung sei ein wichtiger Baustein neben Opferhilfe und Opferberatung. Zeuginnen bei der Bewältigung des Gerichtsverfahrens zu helfen, ohne sie zu beeinflussen, sei wichtig und wertvoll. Sachsen-Anhalt hatte Anfang der 90er Jahre als erstes Bundesland staatliche Opferberatung und Zeugenbetreuung durch den Sozialen Dienst der Justiz eingeführt.

Die Justizminister diskutierten einen Bericht zur Psychosozialen Prozessbeglei­tung, der die Bedeutung qualifizierter Angebote herausstreicht und sich für bundeseinheitliche Mindeststandards ausgesprochen. In Sachsen-Anhalt sind Qualitätsstandards für den Sozialen Dienst in einem Handbuch beschrieben und Rahmenbedingungen entsprechend der Standards weiterentwickelt oder neu geschaffen worden.