Cybermobbing konsequent entgegen treten

26. Juni 2014 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen-Anhalt | Drucken

Sachsen-Anhalts Justizministerin Professor Angela Kolb sieht die Betreiber sozialer Netzwerke in einer Schlüsselrolle im Kampf gegen Cybermobbing. Kurzfristig wirkende Melde- und Löschinstrumente seien wichtig, betonte Kolb am Rande der Justizministerkonferenz in Binz auf Rügen. Daneben müssten die rechtlichen Regelungen auf den Prüfstand, unterstützt die Ministerin einen Beschluss der Konferenz. Systematische Schickanierung über das Internet könne jeden treffen, so Kolb. Zunehmend seien neben Jugendlichen auch Erwachsene Opfer.

Die Hemmschwelle für Täter sei ganz offensichtlich niedriger als in der persönlichen Kommunikation, die Folgen für die Opfer seien oft schwerer, so Kolb. „Es beleidigt sich leichter – und es trifft härter. Diese Gleichung stimmt zu oft“, so Kolb. Um den Betroffenen zu helfen, sei ein Maßnahmemix notwendig. Deshalb sei das Bundesjustizministerium gebeten worden, zu prüfen, ob Cybermobbing duch die geltenden strafrechtlichen Vorschriften angemessen erfasst wird und ob sie die erforderliche generalpräventive Wirkung entfalten. Mit dem Strafrecht allein könne dem Phänomen aber nicht begegnet werden. „Wir brauchen auch die Internetwirtschaft.“

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