Eigentumskriminalität – Kein regionales Problem sondern länderübergreifendes Phänomen

25. Juni 2014 | Themenbereich: Aktuelle Veranstaltungen, Sachsen | Drucken

Internationale Fachtagung des Landeskriminalamtes Sachsen zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität mit den Schwerpunkten Kraftfahrzeug-Kriminalität und Wohnungseinbruchsdiebstahl am 24. Juni 2014 in Dresden

Im Rahmen einer internationalen Fachtagung mit Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern, dem Bundeskriminalamt, aus Tschechien und Polen sowie dem Leiter des Bundeskriminalamtes Österreich, fand ein intensiver Informationsaustausch zum Thema Eigentumskriminalität statt.

Insgesamt 11 Referenten berichteten über die aktuelle Lage in ihren Zuständigkeitsbereichen, zeigten mögliche Lösungsansätze und berichteten von erfolgreichen Maßnahmen zur Zurückdrängung dieses schwerwiegenden Phänomens. Die Vorträge waren von hohem Wert und befassten sich mit verschiedenen Facetten innerhalb des großen Deliktfeldes Eigentumskriminalität.

Berichtete der Präsident des Bayrischen Landeskriminalamtes vom gezielten Einsatz von speziell ausgebildeten Kfz-Multiplikatoren, wurden von anderen Landeskriminalämtern Problemstrategien für die Bereiche Kfz-Diebstahl, Diebstahl von Solaranlagen, Wohnungseinbruchdiebstahl oder auch dem professionellen Ladungsdiebstahl durch sogenannte „Planenschlitzer“ vorgestellt. Der Vizepräsident des Bundeskriminalamtes, Herr Peter Henzler, gab einen bundesweiten Überblick über die Entwicklung der Eigentumskriminalität in Deutschland unter Beachtung internationaler Bezüge.

Besonders der Direktor des Bundeskriminalamtes Österreich, Herr General Lang, konnte das Auditorium mit innovativen Strategien, modernen Ermittlungsmethoden und der konsequenten Umsetzung internationaler Zusammenarbeit begeistern.

Letztlich waren sich die Tagungsteilnehmer darüber einig, dass gegen die international agierenden und äußerst mobilen Tätergruppierungen, nur grenzüberschreitende und behördenübergreifende Zusammenarbeit nachhaltige Erfolge bringen kann.

General Lang, Direktor des Bundeskriminalamtes Österreich:
„Die Betrachtung internationaler Tätergruppierungen ausschließlich in einem nationalen Kontext brachte keinen nachhaltigen Erfolg. Der systematische Ausbau und die konsequente Nutzung länderübergreifender Ansätze hingegen bringt nicht nur Ermittlungserfolge, sondern ermöglicht auch den Zugriff auf die Strukturen im jeweiligen Land. Das verhindert zum Einen weitere Straftaten in Österreich, zum Anderen kann die Polizei in den Herkunftsländern erfolgreich eigene Ermittlungen führen.“

Dr. Michaelis:
Auch wenn die Grundvoraussetzungen sowie die regionalen Schwerpunkte und Besonderheiten in Teilen different sind, zeichnet sich ganz klar ab, dass die Bündelung von Ermittlungskapazitäten, integrative Ansätze und die Nutzung aller Formen der internationalen Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg sind. Fachlicher Austausch über Ländergrenzen hinweg war noch nie so wichtig wie heute!“

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.