Elektronische Patientendokumentation im Rettungsdienst

23. Juni 2014 | Themenbereich: Bayern, Bevölkerungsschutz | Drucken

Ob Herzinfarkt, Schlaganfall oder Verkehrsunfall: Wenn Menschen verletzt sind oder in Lebensgefahr schweben, ist schnelle Hilfe gefragt. Wählt man 112, gelangt der Notruf bei einer der 26 integrierten Leitstellen in Bayern an. Dort wird die rasche Hilfe koordiniert. Bis zum Eintreffen des Patienten im Krankenhaus vergeht jedoch wertvolle Zeit. „Der neue unmittelbare elektronische Datenaustauch zwischen Rettungsfahrzeug und Klinik spart Zeit und hilft Leben retten“, betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der Vorstellung des neuen Telematikprojektes. Bayernweit können damit die Daten der Patienten sofort elektronisch in den 1.500 Rettungsdienstfahrzeugen gespeichert und an die behandelnde Klinik weitergegeben werden. „Das ist optimal für die Versorgung der Patienten, ein wahrer Fortschritt und Segen der Technik“, so der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes Theo Zellner.

Die elektronische Patientendokumentation auf Tablet PC’s ist eine Innovation, die man ohne Übertreibung als zukunftsweisend für den Rettungsdienst in Bayern bezeichnen kann. Die bisherige Kommunikation mittels Funk, persönlichem Gespräch und Papierdokumentation konnte bislang zu Missverständnissen führen“, so Herrmann weiter. Zellner: „Mit den mobilen Tablet PC’s können nun alle Daten in der Landrettung einheitlich elektronisch erfasst werden. Angefangen von Patientendaten, Vitalparametern bis zu logistischen Daten, über die Erfassung medizinischer Maßnahmen bis hin zu Notfall- und Behandlungsprotokollen wird der gesamte Daten und Informationsfluss vereinheitlicht und verbessert.“ Mit dem Einsatz mobiler Informations- und Kommunikationstechnologien könne die Geschwindigkeit und die Qualität der Versorgung enorm erhöht werden. Herrmann: „Das neue Zauberwort heißt: Telemedizin“.

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