Rasern und Dränglern endlich energisch den Kampf ansagen

18. Juni 2014 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im April 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark gestiegen. Demnach starben in Folge von Verkehrsunfällen 301 Menschen und damit 25,4 Prozent mehr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) mahnt deshalb, bei den Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit nicht nachzulassen.

Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Häufig ist zu lesen, das gute Wetter sei schuld an der steigenden Zahl der Verkehrsunfälle. Das ist falsch. Es ist in erster Linie das Verhalten der Verkehrsteilnehmer ausschlaggebend dafür, ob es zu einem Unfall kommt oder nicht. Deshalb setzt gute Verkehrssicherheitsarbeit bei rücksichtsvollem und verantwortungsbewusstem Verhalten eines jeden im Straßenverkehr an.

Wir halten aus diesem Grund das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofs zum Fahrradfahren ohne Helm aus dem Blickwinkel der Verkehrssicherheit für das falsche Signal. Unserer Auffassung nach entbindet eine nicht vorhandene Helmpflicht beim Radfahren nicht von einem verantwortungsvollen Verhalten, das die Folgen eines Unfalls erheblich verringern kann. Das Risiko, das jeder eingeht, wenn er ohne Helm unterwegs ist, sollte zu einem gewissen Anteil auch als eigenes Risiko getragen werden.“

Um die Zahl der Verkehrsunfälle dauerhaft zu senken, fordert die DPolG, bundesweit die Verkehrsüberwachung auszubauen, um somit langfristig das Verhalten der Verkehrsteilnehmer positiv zu beeinflussen. Die Einnahmen aus Bußgeldern sollten nicht mehr in allgemeine Haushalte fließen, sondern direkt sinnvollen Verkehrsprojekten zu Gute kommen. Wendt: „Nicht zuletzt brauchen wir dringend die Einführung der Halterhaftung. Künftig soll der Halter eines Fahrzeugs das Bußgeld bezahlen, denn er weiß in der Regel wer gefahren ist. Zurzeit kommen noch zu viele Raser im Straßenverkehr unerkannt davon. Das darf so nicht mehr hingenommen werden.“

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.