Zukunft der Polizei

11. Juni 2014 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die GdP dringt darauf, dass der Landtag endlich darüber entscheidet, welche Aufgaben die Polizei in NRW noch wahrnehmen soll. Die Menschen haben ein Recht, dass die Politik ihnen endlich sagt, auf welchen Schutz sie sich in Zukunft noch verlassen können. Diese Antwort sind die Parteien bislang schuldig geblieben“, sagte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert heute auf einer Beiratssitzung seiner Gewerkschaft in Kamen.
Für den Nachmittag hat die GdP die innenpolitischen Sprecher der fünf im Düsseldorfer Landtag vertretenen Parteien zu einer Diskussionsrunde über die „Zukunft der Polizei in NRW“ eingeladen. „Wir erwarten, dass sich die Innenpolitiker klar zu der Frage positionieren, welche Aufgaben die Polizei in Zukunft noch wahrnehmen soll. Erst danach lässt sich entscheiden, wie viele Polizistinnen und Polizisten sie dazu braucht“, betonte der GdP-Vorsitzende. „Der umgekehrte Weg, der Polizei wegen der angeblich fehlenden Haushaltsmittel immer mehr Stellen zu nehmen, und dann zu sagen: ‚Schaut wie ihr damit klar kommt!‘, funktioniert nicht. Das führt nur zu weniger Sicherheit für die Bürger“, warnte Plickert.

In den vergangenen zehn Jahren hat NRW bereits 1.800 Polizistinnen und Polizisten verloren. Wird die Zahl der Neueinstellungen nicht an die wachsende Zahl der Pensionierungen angeglichen, gehen bis 2025 weitere 3.700 Polizisten verloren. Für die GdP ist das eine tickende Zeitbombe. „Polizisten gibt es nicht von der Stange, sondern sie werden drei Jahre lang intensiv auf ihren Beruf vorbereitet. Die Fehler, die jetzt bei den Einstellungen gemacht werden, lassen sich deshalb nicht später über Nacht wieder ausbügeln, sondern sie führen zu einem langfristigen Sicherheitsdefizit in unserem Land“, sagte Plickert.

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