DPolG fordert stärkeres Engagement gegen Einbruchskriminalität

11. Juni 2014 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Konkrete Konzepte gegen die steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) vor der heute beginnenden Innenministerkonferenz (IMK) in Bonn. DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt sieht dringenden Handlungsbedarf: „Die jüngsten Zahlen der bundesweiten polizeilichen Kriminalstatistik, die den höchsten Stand an Einbrüchen seit fast 20 Jahren feststellen, müssen die Innenminister von Bund und Ländern wachrütteln. Gefragt ist jetzt die Entwicklung einer bundesweiten Strategie, die den oft überregional und professionell agierenden Einbrecherbanden das Handwerk legt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Innenminister Ralf Jäger sind bereits auf dem richtigen Weg, zum Beispiel mit dem Instrument der integrierten Verkehrsüberwachung. Die ermöglicht es, im Rahmen normaler Verkehrskontrollen Straftaten aus anderen Deliktbereichen aufzudecken. Das muss Standard bei jeder polizeilichen Kontrolle im Verkehrsbereich werden. Gerade bei der Einbruchskriminalität hat es die Polizei oft mit reisenden Tätern zu tun, die ihr Diebesgut in Kraftfahrzeugen außer Landes bringen.“

„Die besten Konzepte nutzen allerdings nichts, wenn die Landesregierungen nicht ausreichend finanzielle Mittel und Personal zur Verfügung stellen.“, so Wendt. „Die Aufklärungsquote bei Einbruchskriminalität von nur knapp 15 Prozent ist ein Indiz für mangelnde Kapazitäten. Unsere Kolleginnen und Kollegen stellen tausende von Spuren sicher, die aber dann auf Halde liegen. An den hohen Aufklärungsquoten in anderen Deliktbereichen sieht man, dass die geringe Aufklärungsquote bei Einbruch nichts mit mangelnder Qualifikation der Polizeibeamten zu tun hat, sondern ausschließlich mit fehlender technischer Ausstattung und zu wenig Personal.“

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