17.000 Einsätze von Feuerwehr und Polizei nach verheerendem Unwetter

10. Juni 2014 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Nordrhein Westfalen | Drucken

Ein Unwetter hat in Nordrhein-Westfalen gestern Abend insbesondere in der Rheinschiene schwere Schäden verursacht. Feuerwehr und Polizei rückten bis heute Nachmittag rund 17.000 Mal aus. Landesweit waren etwa 14.000 Helfer der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen und des Technischen Hilfswerks im Einsatz. Durch den Sturm kamen sechs Menschen ums Leben, 67 wurden verletzt, 30 davon schwer. Der materielle Schaden wird in vollem Umfang erst in den nächsten Tagen endgültig feststehen. „NRW wurde vom schlimmsten Unwetter seit rund 20 Jahren getroffen. Wir haben es den vielen unermüdlichen Einsatzkräften zu verdanken, dass viele Gefahrenstellen rechtzeitig beseitigt wurden“, erklärte Innenminister Ralf Jäger heute in Düsseldorf.

In Nordrhein-Westfalen sind heute in Folge der Unwetterschäden der Straßenverkehr sowie der Bahnverkehr und der öffentliche Personennahverkehr massiv beeinträchtigt und teilweise unterbrochen. „Alle Bürgerinnen und Bürger sollten heute das Auto möglichst stehen lassen“, appellierte Jäger „Sie sollten sich erst über die Verkehrslage informieren. Die Aufräumarbeiten dauern in den nächsten Tagen noch an, so dass weiterhin mit Störungen zu rechnen ist.“

Derzeit sind Feuerwehr und Polizei weiter im Einsatz, da immer noch beschädigte Bäume, Kamine und lose Bedachungen gesichert werden müssen. In diesem Zusammenhang appelliert der Innenminister, die Notrufnummern nicht mit Meldungen über Schadensfälle für Versicherungen zu blockieren. „Die Nummern sind echten Notfällen vorbehalten“, erklärte der Innenminister.

Am Morgen wurden auf Bundesautobahnen in NRW über 30 Staus mit einer Gesamtlänge von circa 270 km gemeldet. Einzelne Staulängen betrugen dabei bis zu 30 km. Auf der A 40 und A 52 sowie der A 3 kam es laut StraßenNRW zu Sperrungen, die noch bis in die Abendstunden andauern können.

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