Tatortgruppe des LKA führt Einsatzabläufe und Technik vor

5. Juni 2014 | Themenbereich: Landeskriminalamt, Polizei, Thüringen | Drucken

Innenminister Geibert informiert sich im Landeskriminalamt über Ermittlungsmethoden

Am Donnerstag (5. Juni 2014) besuchte Innenminister Jörg Geibert die Tatortgruppe des Thüringer Landeskriminalamtes. In der Untersuchungsgarage des LKA berichtete die Tatortgruppe über ihre Aufgaben sowie die besondere Technik und Methodik ihrer Arbeit. Bei der Vorführung wurde gezeigt, wie ein Tatort untersucht und dokumentiert wird, welche speziellen Einsatzmittel verwendet werden und wie die Spurensuche und -sicherung abläuft.

Die Tatortgruppe des LKA Thüringen wurde 1999 aufgebaut. Mit dem Amoklauf im Gutenberggymnasium im Jahre 2002 wurde die Wichtigkeit der Spezialeinheit besonders deutlich. Seither wird die Tatortgruppe vorrangig bei Morden, Skimming-Fällen, Großbränden und Sprengstoffexplosionen eingesetzt.

Als Bestandteil der Thüringer Bereitschaftspolizei ist die Tatortgruppe 24 Stunden rufbereit und wird bei Bedarf auch länderübergreifend eingesetzt. Innerhalb eines Jahres werden die Beamtinnen und Beamten durchschnittlich 50 bis 70 Mal zu einem Einsatz aufgrund schwerer Kriminalität gerufen.
Zum Verwendungsbereich der Tatortgruppe gehören nicht nur die Koordination und Durchführung der Tatortarbeit, sondern auch Einsätze bei Katastrophen, schweren Straftaten mit besonderer Beeinträchtigung der Öffentlichkeit oder bei Gas- und Sprengstoffexplosionen. Sie führt Untersuchungen von Spurenträgern, Fahrzeug-Durchsuchungen sowie Fotodokumentationen durch und ist für die Lagerung standardisierter Verbrauchsmaterialien zuständig.

Für den Einsatz spezieller kriminaltechnischer Verfahren verfügt das das LKA über besondere Technik. Dazu gehören forensische Licht-quellen sowie das mobile Cyanacrylat-Raumbedampfungs-System, das der Suche nach Finger-, Hand- oder Fußabdrücke, die ohne Hilfsmittel nicht sichtbar wären, dient. Neben der Untersuchungsgarage, einem Spezialfahrzeug und dem 3-D Tatortdokumentationssystem „SceneWorksSolution“ für ganzheitliche, digitale und gerichtsverwertbare Dokumentation, ist die Gruppe mit speziellen Spurensicherungsgeräten wie Fingerscanner oder chemischen Mitteln für späte Leichenerscheinungen ausgestattet.
Für die Zukunft sind eine Erweiterung des Außenobjektes sowie die Anschaffung eines tatortgruppenspezifisch ausgebauten Einsatztransporters geplant.

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