„Ein Schlüs­sel­fak­tor für den Er­folg un­se­rer Ar­beit“

3. Juni 2014 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

Mit dem Polizeiprojekt German Police Project Team (GPPT) soll in Afghanistan der Aufbau einer zivil ausgerichteten und rechtsstaatlich orientierten Polizei vorangetrieben werden. Hauptziel des deutschen Beitrags zum Polizeiaufbau ist es, bis Ende 2014 ein nachhaltiges Ausbildungssystem für die afghanische Polizei zu etablieren. Dazu gehört vor allem die Qualifizierung afghanischer Polizeitrainer und die schrittweise Übergabe der landesweiten Ausbildungszentren.

Das deutsche Engagement für den Polizeiaufbau in Afghanistan als ein wichtiger Schritt für den Wiederaufbau des Landes insgesamt konnte dabei bislang nur gelingen, weil engagierte afghanische Ortskräfte (Dolmetscher, Wachpersonal oder Handwerker u.a.) den Prozess intensiv unterstützt haben.

Als gut ausgebildete Arbeitnehmer können die Ortskräfte auch künftig einen positiven Einfluss auf die weitere Entwicklung ihres Heimatlandes ausüben. Zur geordneten Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Behörden gehört es aber auch, dass denjenigen Schutz geboten wird, denen infolge ihrer Tätigkeit für deutsche Behörden ein Verbleib in Afghanistan nicht möglich ist, da ihnen ansonsten Gefahr für ihr eigenes Leben und das ihrer Familien droht.

Deutschland sieht sich daher in der Verpflichtung, bei Nachweis der Gefährdung auf Wunsch der Ortskräfte und ihrer Familien eine Ausreise nach Deutschland zu ermöglichen und den Betroffenen eine Aufenthalts- und Integrationsperspektive zu bieten.

Bundesinnenminister de Maizière kam daher heute mit drei betroffenen Familien von Ortskräften zusammen, die infolge einer Bedrohung zuvor in Deutschland einen Aufenthaltstitel erlangt hatten. Dabei wollte er die Ortskräfte nicht nur persönlich in Deutschland willkommen heißen, sondern sich auch ein Bild von ihren individuellen Erfahrungen machen.

Die Arbeit der Ortskräfte in Afghanistan bezeichnete de Maizière als „“Schlüsselfaktor für den Erfolg““ der gemeinsamen Anstrengungen für den Wiederaufbau des Landes. Es sei weiterhin das eigentliche Ziel, „“Afghanistan so sicher zu machen, dass die Ortskräfte sich dort besonders wohl fühlen““ können. Da wo dies jedoch nicht gelänge und durch die Zusammenarbeit mit Deutschland Gefährdungen für die Betroffenen entstehen würden, will Deutschland diese auch weiterhin intensiv unterstützen. De Maizière bezeichnete in diesem Zusammenhang auch die Aufnahmepraxis, die vor allem von der intensiven Entscheidungsprüfung vor Ort profitiere, als sehr „“verantwortungsvoll und vernünftig““.

Abschließend versprach der Minister, die Abläufe beim Transport, der Betreuung nach der Ankunft und bei der Verbesserung der Aufenthaltsbedingungen und Integration für Ortskräfte weiter zu verbessern.

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