Bildungsangebote hinter Gittern sind präventiver Opferschutz

30. Mai 2014 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Strafvollzug | Drucken

„Bildungsangebote für Inhaftierte in Justizvollzugsanstalten sind ein wesentlicher Baustein für deren erfolgreiche Resozialisierung. Kriminologen haben nachgewiesen, dass die Gefahr von Wiederholungstaten sinkt, wenn Inhaftierte die Zeit hinter Gittern für Bildung genutzt haben. Somit ist das Lernen im Justizvollzug präventiver Opferschutz und unverzichtbar. Gute Bildung hinter Gittern ist neben dem Opferschutz-Effekt auch als Kostenentlastung nicht außer Acht zu lassen. Denn jede verhinderte Straftat vermeidet nicht nur mögliche neue Opfer, sondern spart zudem auch Geld“, sagte Justizministerin Kuder anlässlich der 57. Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Lehrerinnen und Lehrer im Justizvollzug. Rund 60 Teilnehmer tagen bis Mittwoch an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow unter dem Titel „Bildung rechnet sich.“

In den Justizvollzugsanstalten Mecklenburg-Vorpommerns arbeiten fünf hauptamtliche Lehrer. Hinzu kommen je nach Bedarf nebenamtliche Lehrer hinzu. Insgesamt sind zurzeit rund 260 Inhaftierte in Bildungsmaßnahmen, darunter sind 30 Gefangene, die ihren Schulabschluss machen. 230 Inhaftierte sind Berufs- oder Umschüler oder haben Förderkurse belegt.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.