Auseinandersetzungen am Dortmunder Rathaus

28. Mai 2014 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Nordrhein Westfalen | Drucken

Im Nachgang der Auseinandersetzungen am 25. Mai 2014 am Rande des Wahlabends, im Dortmunder Rathaus, sieht der Dortmunder Polizeipräsident noch erheblichen Aufklärungs- und Überprüfungsbedarf.

Selbstkritisch hat die Aufbereitung der Geschehnisse im Polizeipräsidium begonnen. „Hinsichtlich der Einsatz- und Kommunikationsstruktur aus diesem Anlass habe ich deutlichen Aufklärungsbedarf. Ich habe deshalb eine Überprüfung unter Beteiligung aller Fachdienststellen und externem Sachverstand veranlasst. Ich möchte sicher gehen, dass wir in vergleichbaren Einsatzlagen organisatorisch und personell bestmöglich aufgestellt sind“, so Polizeipräsident Gregor Lange zwei Tage nach dem Einsatz.

„Andererseits beschäftigen mich Fragen, wer im Vorfeld außerhalb der Polizei wann, welche konkreten Informationen gehabt hat? Gab es schon frühzeitiger Hinweise, die einen Angriff der Rechtsextremisten auf die Wahlparty im Rathaus beinhalteten? Wenn ja, warum hat man sie der Polizei nicht mitgeteilt?“, zeigt sich der Dortmunder Polizeichef sehr enttäuscht.

Gregor Lange weiter: „Das darf sich so nicht wiederholen! Polizei, Stadt und Zivilgesellschaft haben gezeigt, dass sie gemeinsam gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit erfolgreich sein können. Hierfür sind Vertrauen und verlässliche Kommunikationsstrukturen besonders erfolgskritisch. Wenn bestimmte Informationen vorher bekannt waren erwarte ich, dass man mit der Polizei konstruktiv kooperiert. Nur wenn wir weiter gut und eng vernetzt in Dortmund zusammenarbeiten, haben wir eine Chance, den Rechtsextremismus dauerhaft zurück zu drängen“, so Polizeipräsident Lange weiter. „Deshalb haben wir unter der Rufnummer 0231/1327777 eine durchgängig erreichbare Hotline geschaltet, an der Informationen entgegen genommen werden. In dringenden Fällen ist die Polizei aber über den Notruf 110 zu erreichen.

Mit dem engagierten Vorgehen der Einsatzkräfte auf dem Rathausvorplatz zeigte sich Polizeipräsident Gregor Lange noch einmal sehr zufrieden: „Zu dem polizeilichen Einsatz am Sonntagabend bleibt für mich, den Beamtinnen und Beamten ein deutliches Lob auszusprechen, die sich mit erheblichem Eigenrisiko umgehend zwischen die streitenden Parteien gestellt haben. Durch das konsequente Vorgehen wurde Schlimmeres verhindert.“

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