Innenminister zeichnet Katastrophenschutz-Helfer für Auslandseinsatz in Slowenien aus

24. Mai 2014 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz, Hessen | Drucken

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat heute bei einer Dankesfeier in Neu-Isenburg 121 Helfer aus Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk für ihren Einsatz im Rahmen der Schneekatastrophe in Slowenien Anfang Februar ausgezeichnet. Beuth verlieh den Helfern die neu gestiftete Einsatzmedaille ‚Ausland‘ des Hessischen Katastrophenschutzes.

„Das Land Hessen ist Ihnen in hohem Maß zu Dank und Anerkennung verpflichtet. Was Sie geleistet haben, hat nicht nur in Slowenien, sondern auch in Deutschland weit über die Grenzen Hessens hinaus Beachtung gefunden“, sagte der Innenminister.

Auf ein internationales Hilfeersuchen Sloweniens hatte Hessen als eines der ersten Länder seine Hilfe angeboten. „Die Einsatzmedaille ‚Ausland‘ ist ein sichtbares Zeichen für Ihre auch international anerkannte Hilfsbereitschaft. Durch Ihren selbstlosen Einsatz war es möglich, den von der Schneekatastrophe in Slowenien betroffenen Menschen schnell und kompetent zu helfen“, so Beuth.

Zu der Dankesfeier waren neben den überwiegend ehrenamtlichen Helfern des Einsatzes auch deren Arbeitgeber eingeladen, die ihre Mitarbeiter für die Einsatzdauer von der Arbeit freigestellt hatten. Der Staatsminister überreichte den Arbeitgebern als Anerkennung für ihre Unterstützung ein offizielles Dankschreiben des Landes Hessen.

„Mir ist es wichtig, bei dieser Gelegenheit auch den Beitrag zu würdigen, den die Arbeitgeber geleistet haben. Ohne die Bereitschaft, ihre Mitarbeiter freizustellen, wäre dieser Hilfeleistungseinsatz nicht möglich gewesen. Dies ist gerade in Zeiten zunehmender Arbeitsverdichtung und hohen Konkurrenzdrucks keine Selbstverständlichkeit“, betonte Beuth.

Hintergrund Slowenieneinsatz:

Heftige Schneefälle und Eisregen hatten Anfang Februar in Slowenien zu flächendeckenden Stromausfällen geführt. Zehntausende Haushalte waren ohne Strom.

Insgesamt waren 121 Helfer des Hessischen Katastrophenschutzes mit zehn Notstrom-Großaggregaten fast drei Wochen in der Region Logatec, südwestlich der Hauptstadt Ljubljana, im Einsatz. Mit den Aggregaten versorgten sie Einrichtungen, die für die Bürgerinnen und Bürger besonders wichtig sind, wie beispielsweise ein Krankenhaus oder ein Altenheim, aber auch Wohngebiete mit Strom.

Der Hessische Katastrophenschutz verfügt als einziger in der Bundesrepublik über eine flächendeckende Ausstattung von insgesamt 27 Notstrom-Großaggregaten. Diese haben eine Leistung von jeweils 250 kVA und sind mit umfangreichem Zubehör zur Einspeisung in ein Hausnetz oder eine Trafostation ausgestattet. Darüber hinaus verfügen die Geräte über umfangreiches Zubehör zur Stromeinspeisung und -verteilung. Komplettiert wird die Ausstattung durch einen neun Meter hohen Lichtmast, der im Bedarfsfall auch eine Einsatzstelle ausleuchten kann.
Hintergrund Einsatzmedaille ‚Ausland‘:

Mit der vom Hessischen Ministerpräsidenten neu gestifteten Einsatzmedaille ‚Ausland‘ können Helferinnen und Helfer geehrt werden, die an Auslandseinsätzen des Katastrophenschutzes des Landes Hessen teilgenommen haben. Zu der eigentlichen Medaille, auf der das Hessenwappen von Sternen umrahmt abgebildet ist – das symbolisiert die europäische Idee – gehört eine Bandschnalle, die an der Uniform getragen wird. Einsatzmedaille und Bandschnalle werden mit einer vom Hessischen Minister des Innern und für Sport unterschriebenen Verleihungsurkunde überreicht.