BBK unterstützt Fluthilfe für den Balkan

22. Mai 2014 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Seit Donnerstag arbeitet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rund um die Uhr daran, die deutschen Hilfeleistungen im Rahmen der Hochwasserkatastrophe auf dem Balkan zu organisieren und zu koordinieren. Kurzfristig wurde das Team des Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) hierfür auch am Wochenende entsprechend verstärkt.

Das GMLZ ist als nationale Koordinierungsstelle für internationale Katastrophenhilfe intensiv in die deutschen Hilfeleistungen für die Hochwasseropfer in Bosnien und Herzegowina sowie in Serbien eingebunden. Das GMLZ übernimmt dabei das dauerhafte Lage- und Informationsmanagement. Außerdem wurden durch das GMLZ bisher insgesamt 14 internationale Hilfeleistungsersuchen bearbeitet, davon neun aus Bosnien und Herzegowina sowie fünf aus Serbien.

GMLZ vermittelt Hilfsangebote an betroffene Regionen

Beide Länder haben unter anderem Boote, Hochleistungspumpen, Generatoren, Unterkunftsmaterial und Hubschrauber angefragt. Darüber hinaus suchen sie die Hilfe von Experten, die entsprechend geschult sind, um die lokalen Behörden bei der Bewältigung der Lage zu unterstützen.

Diese Hilfe durch das GMLZ erfolgt im Rahmen des Unionsverfahrens der Europäischen Union zur gegenseitigen Unterstützung bei Katastrophenfällen. Das GMLZ stimmt sich dabei mit der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), der Bundespolizei, der Bundeswehr, den Bundesländern und den Hilfsorganisationen ab und konnte bereits folgende Hilfeleistungen vermitteln:

je einen Experten als Mitglied der beiden EU-Teams, die in Bosnien und Herzegowina sowie Serbien im Einsatz sind
je zwei Hochleistungspumpen-Module des THW, die bereits in Bosnien und Herzegowina sowie Serbien im Einsatz sind bzw. sich auf dem Weg dorthin befinden
zwei Experten des THW, die das Team der EU-Experten in Serbien technisch und administrativ unterstützen.

Darüber hinaus konnte das GMLZ in Zusammenarbeit mit dem THW den Transport von Hilfeleistungen aus Frankreich und Dänemark in Richtung Balkan unterstützen.

Das GMLZ steht weiter rund um die Uhr in engem Informationsaustausch mit allen Beteiligten, allen voran dem Emergency Response Coordination Center (ERCC) der EU in Brüssel. So kann es weitere deutsche Hilfeleistungen für die Hochwasseropfer in Bosnien und Herzegowina und Serbien organisieren, koordinieren und vermitteln.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.