Hilfe für den Balkan: Pumpen in Serbien laufen

19. Mai 2014 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Rund 30 Kilometer südwestlich von Belgrad hat das THW in der Region Kolubara seine Pumpen in Betrieb genommen.

Bosnien und Serbien erleben derzeit das schlimmste Hochwasser seit 120 Jahren. Dringend werden daher Hochleistungspumpen für den Kampf gegen die Wassermassen benötigt. Im Auftrag der Bundesregierung entsendete das THW Spezialteams in das Hochwassergebiet.

Die THW-Kräfte haben am Sonntag mit den Pumparbeiten nahe eines serbischen Braunkohletagebaus in Kolubara begonnen. „“Wir sind froh, dass wir jetzt an der Einsatzstelle sind und unsere Pumpen laufen. An unserem Standort leisten wir einen wichtigen Beitrag, die technische Infrastruktur aufrecht zu erhalten““, sagt Christian Ruf, Teamleiter des High Capacity Pumping (HCP)-Moduls aus Nordrhein-Westfalen. Braunkohle ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Durch die Arbeiten trägt das THW dazu bei, dass sich die Situation rund um den Tagebau stabilisiert. Mit den Großpumpen können die Helferinnen und Helfer bis zu 25.000 Liter Wasser in der Minute aus den überfluteten Gebieten pumpen.

Auch in Bosnien hat der Dauerregen verheerende Folgen. Ein HCP-Modul mit THW-Kräften aus dem Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland wird dort beim Kampf gegen die Wassermassen unterstützen.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.